Lisa Schrimpf

„Polizeibeamte! Vergeßt nicht“ Widerständiges und resistentes Verhalten Frankfurter Polizeibeamter im Nationalsozialismus

ISBN 978-3-86676-761-4
Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V., Band 26

Die Deutsche Polizei war maßgeblich an den Verbrechen der Shoah beteiligt und für die Verfolgung und Ermordung von nicht zur „Volksgemeinschaft“ gehörenden Menschen verantwortlich. Es scheint daher schwer vorstellbar, dass es innerhalb dieser Täterorganisation Personen gab, die Verfolgten und Diskriminierten Hilfe zu Teil werden ließen und ihnen damit oftmals das Leben retteten. Die vorliegende Arbeit schließt an die wenigen bereits existierenden Studien zu widerständigen Polizisten in der Zeit des Nationalsozialismus an und untersucht sechs Fälle aus dem Umkreis der Frankfurter Polizei. Dabei werden sowohl die Ordnungspolizei als auch die Sicherheitspolizei in den Blick genommen, nach Kontinuitäten und Diskontinuitäten in der Nachkriegszeit gefragt und die Sozialisation der betreffenden Männer berücksichtigt. Gleichzeitig erfolgt eine kritische Reflektion des Widerstandsbegriffes und der Frage nach alternativen Kategorisierungen. Zentral sind die immer wieder auftretenden Ambivalenzen zwischen Resistenz und Konformität, zwischen Widerständigkeit und Täterschaft. Die Rekonstruktion der einzelnen Biographien ermöglicht dabei einen Einblick in die damalige Lebenswelt der Polizisten und zeigt, welche Handlungsspielräume innerhalb der Frankfurter Polizei existierten.
154 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt:



1. Einleitung: „Polizeibeamte! Vergeßt nicht“



2. Die Frankfurter Polizei und der Nationalsozialismus


2.1. Die Herausbildung der Ordnungs- und Sicherheitspolizei

2.2. Der Aufbau der Frankfurter Gestapo



3. „Kraft meiner Stellung“: Erste Formen der Hilfe für politisch und „rassisch“ Verfolgte

3.1. Rettung einer jüdischen Familie

3.2. Die Verbreitung und Vernichtung interner Dokumente



4. „Auf dem Boden der Demokratie“: Der Leuschner-Kreis als gewerkschaftlicher Arm des 20. Juli

4.1. Zwei Rädchen im Uhrwerk

4.2. Rettungswiderstand und Konspiration in der Frankfurter Sicherheitspolizei



5. „Kolossale Verbindungen zu Leuten“: Der Kreis Rub als transnationales Netzwerk

5.1. Polizeiliche Quereinsteiger im Widerstand

5.2. Passangelegenheiten und Handlungen in der Peripherie des 20. Juli



6. Der Umgang mit den Taten nach 1945

6.1. Entnazifizierung und Meldebögen

6.2. Spruchkammerverfahren



7. Fazit: Ambivalenter (Non-)Konformismus



8. Quellen-, Literatur- und Abbildungsnachweis



Meike Ramon & Simon Rjosk

beSureⓇ – Berlin Test for Super-Recognizer Identification Part I: Development

ISBN 978-3-86676-762-1
The present publication represents the first of an intended collection of reports documenting
the registered trademark beSureⓇ and the experience gained in its context. The present
report describes the context in which beSureⓇ emerged, as well as its development - from
ideation to technical design, up to experimental implementation. On the one hand, this
report aims to provide interested practitioners and researchers with information, which is
both exhaustive and understandable for readers from all backgrounds. On the other hand,
this report also provides methodological documentation required for reproduction and
replication of the procedures of beSureⓇ.
75 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt:



Prologue

Acknowledgements

Author Biographies



1. Introduction

1.1. Background

1.1.1. What is Face Identity Processing?

1.1.2. Super-Recognizers: Individuals Originally Discovered in the Lab

1.1.3. Super-Recognizers for Policing?

1.2. Assignment LKA Berlin: (How) can we detect Super-Recognizers within the Berlin Police?



2. Description of the Development of beSureⓇ

2.1. Task Analysis via Expert interviews

2.1.1. Interviewed Expert Units

2.1.2. Outcome of the Task Analysis

2.1.3. Implications of the Task Analysis for beSureⓇ

2.2. Material preparation

2.2.1. Source databases (LVD, Fahndungsbilder, Videos von LKA 645)

2.2.2. Challenges

2.2.3. Stimulus selection



3. beSureⓇ

3.1. Subtests of beSureⓇ

3.1.1 Constrained Static Material: Mugshot Images

3.1.2. Unconstrained Static Material: Wild Images

3.1.3. Unconstrained Dynamic Material: Wild Videos

3.2. Technical Implementation of beSureⓇ



4. Legal Considerations Specific to the Initial beSureⓇ Roll-Out and Implications for Future Deployment

4.1. Berlin Data Protection Office Requirements

4.2. Measures Implemented to Meet the Berlin Data Protection Office Requirements 



5. Conclusion and Outlook



6. References







Prolog

Danksagungen

Authorenbiographien



1. Einleitung

1.1. Hintergrund

1.1.1. Was ist Gesichtsidentitätsverarbeitung?

1.1.2. Super-Recognizer: Personen, die ursprünglich im Labor identifiziert wurden

1.1.3. Super-Recognizer im Polizeieinsatz?

1.2. Auftrag des LKA Berlin: (wie) können wir Super-Recognizer innerhalb der Polizei Berlin identifizieren?



2. Beschreibung der Entwicklung von beSureⓇ

2.1. Aufgabenanalyse durch Experteninterviews

2.1.1. Interviewte Expert*innen

2.1.2. Ergebnis der Aufgabenanalyse

2.1.3. Implikationen der Aufgabenanalyse für beSureⓇ

2.2. Materialaufbereitung

2.2.1. Datenbanken (LVD, Fahndungsbilder, Videos von LKA 645)

2.2.2. Herausforderungen

2.2.3. Stimulusauswahl



3. beSureⓇ

3.1. Subtests von beSureⓇ

3.1.1 Standardisiertes statisches Material: ED-Bilder

3.1.2. Unkontrolliertes statisches Material: “Wilde Lichtbilder”

3.1.3. Unkontrolliertes dynamisches Material: “Wilde Videos”

3.2. Technische Implementierung von beSureⓇ



4. Legale Erwägungen bzgl. der Einführung und künftigen Umsetzung von beSureⓇ

4.1. Anforderungen der Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit

4.2. Maßnahmen zur Erfüllung der Anforderungen der Berliner Datenschutzbeauftragten



5. Ausblick



6. Literaturverzeichnis



Philipp Kuschewski

Politische Bildung und Polizei Normative Grundlagen und Gestaltung der Bildungspraxis

ISBN 978-3-86676-732-4
In der bundesdeutschen Demokratie obliegt dem staatlichen Gewaltmonopol eine besondere Verantwortung für den Schutz des Staates, der Gesellschaft und eines jeden Menschen. Vor diesem Hintergrund benötigen Polizistinnen und Polizisten neben rechtlichen und polizeifachlichen Kenntnissen auch politische Bildung, welche sie befähigt, Urteilsfähigkeit zu entwickeln, um polizeiliche Anforderungssituationen kritisch reflektiert in ihrem politisch gesellschaftlichen Kontext zu verstehen und die Menschenwürde achtend im Sinne der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu handeln.

Die vorliegende Untersuchung setzt sich insofern zuerst mit den normativen Anforderungen auseinander, welche an die polizeilich-politische Aus- und Fortbildung gestellt werden. Mittels einer empirischen Betrachtung wendet sie sich weiterhin der Praxis der Bildungsarbeit und möglicher Optimierungspotentiale zu. Die gewonnenen Erkenntnisse werden abschließend in den (eingangsabgesteckten) normativen Kontext eingeordnet und daran orientiert bewertet. Dabei geht es insgesamt immer auch um die Akteurinnen/Akteure der polizeilich-politischen Bildung sowie Fragen ihres Zusammenwirkens. Im Fokus stehen zudem relevante Kompetenzen, Themenfelder und Methoden der Bildungsarbeit.
459 Seiten
38,90 €

Inhalt

Inhalt:



1 Problemhintergrund, Konzept und Gang der Untersuchung

1.1 Themenrelevanz und -eingrenzung

1.2 Erkenntnisleitendes Interesse

1.3 Anmerkungen zum Forschungsstand

1.4 Methodische Überlegungen

1.5 Der Ablauf der Untersuchung



2 Einordnung und normative Rahmung der Untersuchung

2.1 Politische Bildung – Eine allgemeine Betrachtung

2.2 Grundlegende polizeispezifische Verortung politischer Bildung

2.3 Erwartungen an die Polizei in der Demokratie

2.4 Anforderungen an die politische Bildung der Polizei

2.5 Zwischenfazit



3 Akteurinnen und Akteure auf dem Feld der polizeilichpolitischen Bildung

3.1 Polizeiliche Zielgruppen – Die Nachfrageseite politischer Bildung

3.2 Akteurinnen und Akteure auf der Anbietendenseite polizeilich-politischer Bildung

3.3 Kooperationen von polizeilichen und nichtpolizeilichen Akteurinnen/Akteuren der politischen Bildung

3.4 Zusammenfassende Gedanken und Spiegelung der Erkenntnisse am normativen Rahmen der Untersuchung



4 Kompetenzen – Die Ziele polizeilich-politischer Bildung

4.1 Lehren, Lernen und Kompetenzen – Die Ausgangslage

4.2 Akteurinnen-/Akteurs-Perspektiven I: Polizeiliche Zielgruppen

4.3 Akteurinnen-/Akteurs-Perspektiven II: Lehrende und Angehörige der strategischen Ebene

4.4 Zusammenfassende Gedanken und Spiegelung der Erkenntnisse am normativen Rahmen der Untersuchung



5 Themenfelder – Die Inhalte polizeilich-politischer Bildung

5.1 Lehren, Lernen und Themenfelder – Die Ausgangslage

5.2 Akteurinnen-/Akteurs-Perspektiven I: Polizeiliche Zielgruppen

5.3 Akteurinnen-/Akteurs-Perspektiven II: Lehrende und Angehörige der strategischen Ebene

5.4 Zusammenfassende Gedanken und Spiegelung der Erkenntnisse am normativen Rahmen der Untersuchung



6 Methoden – Die Formate polizeilich-politischer Bildung

6.1 Lehren, Lernen und Methoden – Die Ausgangslage

6.2 Akteurinnen-/Akteurs-Perspektiven I: Polizeiliche Zielgruppen

6.3 Akteurinnen-/Akteurs-Perspektiven II: Lehrende und Angehörige der strategischen Ebene

6.4 Zusammenfassende Gedanken und Spiegelung der Erkenntnisse am normativen Rahmen der Untersuchung


7 Politische Bildung und Polizei – Fazit und Perspektiven 
7.1 (In-)Kongruenzen – Normative Anforderungen und polizeilich-politische Bildungspraxis 
7.2 Schlussfolgerungen für weitere Auseinandersetzungen mit dem Untersuchungsgegenstand 
7.3 Abschließende (exkursive) Gedanken

Literatur- und Quellenverzeichnis



Pascal Basten (Hrsg.)

Beiträge zum Eingriffsrecht Band 2

ISBN 978-3-86676-756-0
Das Eingriffsrecht ist grundlegendes polizeiliches Handwerkszeug und beeinflusst sämtliches polizeiliches Verhalten. Es ermöglicht vielfältigste Bearbeitungen, die für eine rechtsstaatliche Polizei von elementarer Bedeutung sind. Im zweiten Band der Beiträge zum Eingriffsrecht geht es – der Varietät des Eingriffsrechts und dieser Reihe entsprechend – um offene und verdeckte Maßnahmen von Prüfung, Kontrolle und Überwachung, um Einflussfaktoren für eingriffsrechtliche Kodifikationen, um verdeckte polizeiliche Maßnahmen mit WLAN-Catcher und vor einem Zugriff sowie um Maßnahmen unter Einsatz von nicht offen oder verdeckt ermittelnden Polizeibeamten, außerdem um polizeiliche Drohnenaufklärung, Polizei und Nachrichtendienste sowie um Herausforderungen der Strafverfolgung von Schwerkriminalität bzw. Organisierter Kriminalität.
224 Seiten
32,90 €

Inhalt

Inhalt:



Prüfung, Kontrolle und Überwachung

Pascal Basten



Einflussfaktoren für eingriffsrechtliche Kodifikationen

Martin Klein



WLAN-Catcher auf der Überholspur

Magali Böger



Verdeckte Ermittlungsmaßnahmen vor einem Zugriff

Stefanie Haumer



Aktuelle Befugnisnormen polizeilicher Drohnenaufklärung in Nordrhein-Westfalen

Marius Schmidt



Polizei und Nachrichtendienste

Mesut Mersmann



Verdeckte polizeiliche Ermittlungen - Ein Überblick

Bernd Quermann



Herausforderungen der Strafverfolgung in einer Metropole mit Schwerpunkt Schwerkriminalität/Organisierte Kriminalität

Ralf Martin Meyer



Martin H. W. Möllers

Polizei und Didaktik Ein Lehrbuch über das Lehren und Prüfen in der polizeilichen Aus- und Fortbildung 5., aktualisierte und erweiterte Auflage

ISBN 978-3-86676-754-6
Die Blaue Reihe: Studienbücher für die Polizei

Didaktik hat bei der Polizei einen hohen Stellenwert – nicht nur, weil Aus- und Fortbildung eine bedeutende Rolle spielen. Vielmehr gibt es tagtäglich in der Praxis Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die über Rechts- und Sicherheitslagen sowie neue Einsatz- und Führungsmittel auf dem Laufenden gehalten werden müssen.
Das Buch will spezielle Hilfestellung geben, Unterricht zu gestalten, Prüfungen abzunehmen und allgemein Lernerfolge in polizeilichen Lehrprozessen zu erzielen. Im Mittelpunkt stehen daher: Biologische Lernvoraussetzungen, Veranschaulichung von Lehrstoffen, optimale Unterrichtsmethoden, Planung und Durchführung von schriftlichen und mündlichen Prüfungen sowie Lehrproben einschließlich deren Bewertungen. Es enthält Beispiele für durchgeplanten Unterricht sowie Muster- und Übungsklausuren mit Lösungsvorschlägen. Darüber hinaus werden die notwendigen Grundlagen der Forschungsmethode der Experteninterviews, die oft in wissenschaftlichen Abschlussarbeiten (Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit) eingesetzt werden, als neues Kapitel aufgenommen.

Zur Optimierung des Lernprozesses gibt es einen umfänglichen Apparat mit Literaturverzeichnis, Glossar und Stichwortregister. Neue, in den modularisierten Studiengängen an Polizeihochschulen eingeführte Prüfungsformate wie Thesenpapier, Referat, Diplomarbeitspräsentation und Multiple-Choice-Prüfungen werden im Buch ebenfalls berücksichtigt.
434 Seiten
38,90 €

Inhalt

Inhalt:



Einführung zur Didaktik bei der Polizei

1 Vorüberlegungen zu den Lehr- und Lernprozessen bei der Polizei in Bund und Ländern

2 Pädagogische Abgrenzung der Begriffe ,Didaktik‘ und ,Methodik‘



Erster Teil: L e r n e n



1 Biologische Lernvoraussetzungen

2 Die Lesekompetenz als Schlüsselqualifikation für den Polizeialltag

3 Pädagogische Analyse des Lehrens und Lernens



Zweiter Teil: L e h r e n



1 Die zwölf Grundformen des Lehrens

2 Die Veranschaulichung von Lehrstoffen, auftretende Hauptfehler sowie Vorteile der Fallmethode

3 Unterrichtsmethoden für die drei Dimensionen des Lehrens

4 Ergebnissicherung: Themenunabhängiges Raster für die Planung einer Unterrichtsreihe in der Polizeiausbildung



Dritter Teil: P r ü f e n an der (Hoch-)Schule



1 Schriftliche und mündliche Prüfungen aus Prüfersicht

2 Die Erstellung von Prüfungsaufgaben

3 Analyse mündlicher Prüfungen aus der Sicht Geprüfter

4 Die Bewertung von Prüfungsaufgaben

5 Die Optimierung des Lernprozesses für die Prüfung

6 Ergebnissicherung: Erläuterungen zu ausgewählten Modulabschlussprüfungen und wie man sie löst



Vierter Teil: P r ü f e n in der Praxis



1 Grundlagen für die Beobachtung des Unterrichts (Lehrprobe)

2 Die Ausarbeitung eines Beobachtungs- und Bewertungsbogens für die Beobachtung des Unterrichts

3 Das qualifizierte Experteninterview in wissenschaftlichen Untersuchungen



Fünfter Teil: U m s e t z u n g von Lehren und Prüfen

(Beispiele: Durchgeplanter Unterricht in Einsatzlehre und Einsatzrecht sowie eine mündliche Prüfung in Staats- und Gesellschaftswissenschaften)



1 Beispiel einer Einzelstunde aus dem Fach Einsatzlehre

2 Beispiel einer Unterrichtsreihe aus dem Fach Einsatzrecht

3 Beispiel einer mündlichen Prüfung aus dem Fachgebiet Staats- und Gesellschaftswissenschaften



Sechster Teil: E r g e b n i s s i c h e r u n g

(Muster- und Übungsklausuren mit Lösungsvorschlägen im Fach Didaktik)



1 Erster Fall: Auf der VN-

2 Zweiter Fall: Soziologischer Vortrag

3 Dritter Fall: Streifen- und Kontrolldienst

4 Vierter Fall: Prüfungsfunktionen

5 Fünfter Fall: Auswahldienstprüfungen

6 Sechster Fall: Unterrichtsanalysen

7 Siebter Fall: Unterrichtsdimensionen

8 Achter Fall: Lernschritte



Anhang





Aktuelle Neuerscheinungen




Schriftenreihen