978-3-86676-002-8
Ute Meck
Selbstmordattentäter - sterben, um zu töten Wie werden Menschen zu Selbstmordattentätern? Wie entstehen und funktionieren ihre …
263 Seiten 19,80 €

Inhalt


978-3-86676-001-1
Dieter Wiefelspütz
Die Abwehr terroristischer Anschläge und das Grundgesetz Polizei und Streitkräfte im Spannungsfeld neuer Herausforderungen Die Abwehr …
108 Seiten 12,90 €

Inhalt


Ute Meck

Selbstmordattentäter - sterben, um zu töten

ISBN 978-3-86676-002-8
Wie werden Menschen zu Selbstmordattentätern?
Wie entstehen und funktionieren ihre Ideologien?
Wie kann man dem Selbstmordterrorismus sinnvoll begegnen?
Eine psychologische Analyse

Selbstmordattentäter sind weder Amokläufer noch krankhafte Gewalttäter. Sie sind auch keine frustrierten Menschen, die in ihrem Leben keinen Sinn sehen.

Solche Erklärungsversuche greifen viel zu kurz, um diese spezielle Form des Terrorismus verständlich zu machen. Denn dem Handeln von Selbstmordattentätern liegt nichts ‚Irrationales’ zu Grunde, sondern eine klare und bewusste Entscheidung, die sich konsequent aus ihrem Leben ergibt.
Will man verstehen, warum jemand zu einem Selbstmordattentäter wird, muss man daher die Mechanismen untersuchen, die ihn zu dieser Entscheidung führen. Das bedeutet, sein Weltbild, seine Werthaltungen, seine Identität und seine Bedürfnisse – letztlich seine Psyche’ aufzuschlüsseln, die das Fundament für sein Denken und Handeln darstellt.

Eine solche psychologische Analyse des Selbstmordterrorismus wird in diesem Buch vorgenommen. über die Auseinandersetzung mit der Geschichte, Kultur, Religion und politischen Lage unterschiedlicher Terrorgruppen, die mit Selbstmordattentaten operieren, kann ein typischer Gang der Entstehung solcher Gruppen identifiziert werden. Anhand von Aussagen aus Testamenten, Abschiedsbriefen und Kampfparolen gelingt es außerdem, eine detaillierte Innenansicht der Ideologien von Selbstmordattentätern zusammenzustellen.

Die komplexe und vernetzte Dynamik, die zwischen allen diesen Dingen wirkt, wird im Anschluss in einem Modell veranschaulicht. Da es die Entstehung und innere Logik von Selbstmordterrorismus auf eine funktionale Weise darstellt, besitzt dieses Modell die Aussagekraft, gefährliche Entwicklungen zu erkennen, mögliche Verläufe vorherzusehen und entscheidungskritische Punkte zu identifizieren. Betrachtet man die gängigen Methoden der Terrorismusbekämpfung, die oftmals eher ‚aus dem Bauch heraus’ anstatt aufgrund von Analysen angewandt werden, so wird die Notwendigkeit eines solchen Modells deutlich: Es ermöglicht, auf Basis fundierter Einblicke in die psychologische ‚Mechanik’ von Selbstmordterrorismus langfristig wirksame Strategien für einen sinnvollen Umgang damit zu finden.
263 Seiten
19,80 €

Inhalt

1. Der Selbstmordattentäter – wer ist das?

2. Erscheinungsformen des Selbstmordattentates
2.1. Die Assassinen – vom Unterlegenen zum Rebellen
2.2. Der Iran – Ayatollah Chomeini und seine Selbstmordbataillone
2.3. Die Hisbollah im Libanon – Systematisierung der iranischen Idee
2.4. Palästinensischer Selbstmordterrorismus – „we only have our bodies and our blood to give“
2.5. Kamikaze – Märtyrertum nach dem Rezept der Samurai
2.6. Die ‚Black Tigers’ – Präzisionsmethoden auf Sri Lanka

3. Politik und Geschichte – die gesellschaftlichen Motoren des Selbstmordterrorismus
3.1. Zusammenfassung und Kategorisierung der Daten aus den Fallbeispielen
3.2. Einflüsse, Bedingungen, Abhängigkeiten – was hängt wie zusammen?
3.3. Integration der Ergebnisse – ein Modell von Prozessen und Motiven

4. Blickpunkt Täter: Vom politischen Hintergrund zum Individuum
4.1. Zusammenfassung und Kategorisierung der Daten aus den Fallbeispielen
4.2. Individuumszentrierte Analysen
4.3. Zusammenfassung: der psychische ‚Nutzen’ einer Märtyrer-Ideologie

5. Die Genese der Motivation zur instrumentellen Selbstzerstörung
5.1. Erklärungsmodell zur Genese von Selbstmordterrorismus
5.2. Motivationstheoretische Betrachtung

6. Modelltestung

7. Modellgestützte Implikationen zum Umgang mit Selbstmordterrorismus
7.1. Repression, Erfolgsaussichten und Bilanzen
7.2. Kleine Schritte auf anderen Wegen und die politische Ernsthaftigkeit
7.3. Ansatzpunkt moderate Bevölkerung
7.4. Einheit, Konkurrenz und Manövrierfähigkeit
7.5. ‚Wir haben’s gewusst’ und das Feindbild

8. Anhang



Dieter Wiefelspütz

Die Abwehr terroristischer Anschläge und das Grundgesetz

ISBN 978-3-86676-001-1
Polizei und Streitkräfte im Spannungsfeld neuer Herausforderungen

Die Abwehr terroristischer und anderer asymmetrischer Bedrohungen innerhalb Deutschlands ist vorrangig eine Aufgabe der für die innere Sicherheit zuständigen Behörden von Bund und Ländern. Jedoch kann die Bundeswehr zu ihrer Unterstützung mit den von ihr bereitgehaltenen Kräften und Mitteln immer dann im Rahmen geltenden Rechts zum Einsatz kommen, wenn nur mit ihrer Hilfe eine derartige Lage bewältigt werden kann, insbesondere wenn nur sie über die erforderlichen Fähigkeiten verfügt oder wenn die zuständigen Behörden erst zusammen mit Kräften der Bundeswehr den Schutz der Bevölkerung und gefährdeter Infrastrukturen sicherstellen können.

Insbesondere bei terroristischen Bedrohungen aus dem Luftraum und von See her sind die Fähigkeiten der Bundeswehr zur Gefahrenabwehr gefragt. Das außerordentlich umstrittene Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Luftsicherheitsgesetz begrenzt den Einsatz der Bundeswehr bei einem nichtkriegerischen Luftzwischenfall deutlich. Diese Grenzen sind auch vom verfassungsändernden Gesetzgeber zu beachten. Gleichwohl ist eine kritische Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Urteil geboten.

Es ist außerdem zu klären, ob bei einem kriegerischen Luftzwischenfall bei Geltung des humanitären Völkerrechts andere Grenzen gelten. Schließlich wird ein Vorschlag zur änderung des Art. 35 GG unterbreitet.
108 Seiten
12,90 €

Inhalt

Inhalt:

I. Landesverteidigung und Terrorismus
1. Das Verschwimmen der Grenzen von äußerer und innerer Sicherheit
2. Die Schutzfunktion des Staates
3. Die Grundfunktionen der Streitkräfte und der Polizei
4. Verteidigung und Grundgesetz
5. Terroristische Anschläge und Verteidigungsfall
6. Die Abwehr eines militärischen Angriffs
7. Landesverteidigung gegen den grenzüberschreitenden Terrorismus

II. Der Einsatz der Bundeswehr im Innern
1. Die terroristische Bedrohung im Innern
2. Bundeswehr und Amtshilfe
3. Bundeswehr und innerer Notstand
4. Bundeswehr und Objektschutz

III. Terrorismus und Luftsicherheit
1. Das Luftsicherheitsgesetz
2. Das Meinungsbild im Schrifttum

IV. Das Luftsicherheitsurteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Februar 2006
1. Der nichtkriegerische terroristische Luftzwischenfall
2. Die Gesetzgebungskompetenz
3. Der besonders schwere Unglücksfall
4. Der präventive Einsatz der Streitkräfte
5. Der Einsatz militärischer Waffen
6. Entscheidung der Bundesregierung oder des Verteidigungsministers?
7. Die Tötung tatunbeteiligter Personen
8. Der finale Rettungsschuss
9. Die Reaktion auf das Flugsicherheitsurteil

V. Der kriegerische Luftzwischenfall und der Einsatz der Streitkräfte zur Verteidigung
1. Der kriegerische Luftzwischenfall
2. Bewertung

VI. Vorschlag für eine änderung des Art. 35 GG
1. Einführung
2. Vorschlag zur Neufassung des Art. 35 GG
3. Die Begründung für die Neufassung des Art. 35 GG

Anhang
Literaturverzeichnis
Stichwortregister