3-935979-52-5
Daniela Horn
Überbringung einer Todesnachricht Band 2 Es ist wohl unzweifelhaft, dass der Tod eines nahen Angehörigen zu den …
58 Seiten 8,90 €

Inhalt


978-3-935979-57-3
Jacqueline Moog
Aids Eine juristische Positionsbestimmung Band 3 In dieser Arbeit geht es um eine …
60 Seiten 8,90 €

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978-3-935979-76-4
Marcus Tschauner
Die Anhörung von kindlichen Opfern sexueller Gewalt aus psychotraumatologischer Sicht Band 4 Die Arbeit befasst sich mit der Anhörung von kindlichen Opfern sexueller …
117 Seiten 9,90 €

Inhalt


978-3-935979-97-9
Anke Regber
Glaubhaftigkeit und Suggestibilität kindlicher Zeugenaussagen unter Einbeziehung … Band 5 Spätestens seit den Wormser Missbrauchsprozessen in den …
81 Seiten 9,90 €

Inhalt


Daniela Horn

Überbringung einer Todesnachricht

ISBN 3-935979-52-5
Band 2
Es ist wohl unzweifelhaft, dass der Tod eines nahen Angehörigen zu den
dramatischsten Krisen im Leben eines Menschen gehört. In der Regel findet
dieses Sterben in der Wohnung, einem Altenheim oder einem Krankenhaus statt,
sodass sich keine polizeiliche Benachrichtigungsnotwendigkeit von Angehörigen
ergibt. Diese ergibt sich erst, wenn die Angehörigen noch nicht vom Tod
wissen können und keine anderen Institutionen naturwüchsig oder aufgrund
einer professionalisierten Praxis zuständig sind. Dann übernimmt die
staatliche Gemeinschaft die fürsorgliche Aufgabe der Todesbenachrichtigung
für die Familien, wobei der Staat diese Aufgabe im Rahmen bürokratischer
Zuständigkeitsverteilung der Polizei aufgetragen hat.

Dabei kann zum einen ein Polizeibeamter, der nicht einfühlsam auf einen
betroffenen Angehörigen eingeht, diesen psychisch traumatisieren und damit
auch das Bild von der Polizei nachhaltig negativ prägen, umgekehrt aber
ein Polizeibeamter, der solche Krisensituationen meistert, nicht nur dem Angehörigen
helfen, sondern zugleich auch einen positiven Beitrag zur Verbesserung des polizeilichen
Images leisten. Die Schwierigkeit der polizeilichen Arbeit besteht bei der überbringung
von Todesnachrichten darin, dass es für diese Tätigkeit keine allgemeingültig
anwendbaren Patentrezepte gibt. Nicht zu vergessen ist, dass ein Polizeibeamter,
der eine solche Aufgabe zwar bewältigt, aber keine Chance der nachträglichen
Bearbeitung des traumatischen Ereignisses hat, innerlich ‚ausbrennen’
und möglicherweise psychisch erkranken kann.
58 Seiten
8,90 €

Inhalt

Vorwort

1 Einleitung

2 Zuständigkeit für die überbringung einer
Todesnachricht
2.1 Aufgaben der Polizei
2.2 Zur Rolle von Pfarrern und Seelsorgern
2.3 Zur Rolle von ärzten

3 überbringung von Todesnachrichten in der polizeilichen
Praxis
3.1 Handhabung bei der Polizeidirektion Gotha
3.2 Vergleich zur Kreispolizeibehörde Kleve
3.3 Rolle des überbringers einer Todesnachricht aus soziologischer Sicht

3.4 Exkurs: Diffuse und spezifische Sozialbeziehungen
3.5 Methodik meiner empirischen Untersuchung
3.5.1 Empirische Befunde
3.5.1.1 Zur Vorgehensweise bei der überbringung einer Todesnachricht und
psychische Folgen für die überbringer
3.5.1.2 Polizeiinterner Umgang mit dem Thema
3.5.1.3 Auswirkungen auf das Privatleben
3.5.2 Reaktionsweisen der Empfänger von Todesnachrichten

4 Bewertung der Handlungsweise von Polizeibeamten bei
der überbringung von Todesnachrichten aus Sicht der von der Todesnachricht
Betroffenen
4.1 Methodische Vorbemerkung
4.2 Zwei Fallbeispiele
4.2.1 Fall 1
4.2.2 Fall 2

5 Ergebnisse von Untersuchungen zur überbringung
von Todesnachrichten
5.1 Aus der Sicht der Polizeipraxis
5.2 Aus Sicht der Empfänger der Todesnachrichten

6 überlegungen zur angemessenen Vorgehensweise bei
der übermittlung von Todesnachrichten
6.1 Vorbereitung
6.2 Handeln vor Ort
6.3 Nachbereitung

7 Schluss

8 Literatur

9 Anhang
9.1 Fragenkatalog für ein Interview mit überbringern
von Todesnachrichten
9.2 Fragenkatalog für ein Interview mit Empfängern



Jacqueline Moog

Aids

ISBN 978-3-935979-57-3
Eine juristische Positionsbestimmung
Band 3
In dieser Arbeit geht es um eine Strafrechtsthematik. Die Autorin setzt sich
mit der strafrechtlichen Relevanz der übertragung von HIV/Aids auseinander.
Es geht ihr darum, strafrechtlich zu bestimmen, ob und wie sich eine HIV-infizierte
Person strafbar macht, die mit einer nicht HIV-infizierten Person geschlechtlich
verkehrt und ob die derzeitig gegebenen Rechtsnormen in der Lage sind, dieser
Problematik gerecht zu werden. Das Ergebnis der Arbeit lautet, dass es eines
neuen Straftatbestandes bedarf, um eine rechtlich exakte Einordnung der HIV-übertragung
vornehmen zu können. Folgerichtig entwickelt die Autorin im letzten Kapitel
ihrer Arbeit einen solchen Straftatbestand.
60 Seiten
8,90 €

Inhalt

Inhalt:

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. HIV und Aids
2.1 Geschichte des HIV
2.2 Definition Aids
2.3 Krankheitsverlauf
2.4 Das HIV und dessen Wirkung
2.5 Der Nachweis der HIV-Infektion
2.6 Risiken und Wege der übertragung
2.7 Epidemiologische Zahlen
2.8 Therapeutische Möglichkeiten

3. Strafrechtsnormen
3.1 Nebenstrafrecht
3.1.1 Infektionsschutzgesetz (IfSG)
3.2 Strafgesetzbuch
3.2.1 §§ 223, 230 StGB Körperverletzung
3.2.2 § 224 StGB Gefährliche Körperverletzung
3.2.3 § 226 StGB Schwere Körperverletzung
3.2.4 § 227 StGB Körperverletzung mit Todesfolge
3.2.5 §§ 229, 230 StGB Fahrlässige Körperverletzung
3.2.6 § 222 StGB Fahrlässige Tötung
3.2.7 § 212 StGB Totschlag
3.2.8 § 211 StGB Mord
3.2.9 § 13 StGB Verwirklichung der Tatbestände durch Unterlassen

4. Strafrechtliche Probleme
4.1 Vorsatz
4.2 Kausalität und objektive Zurechnung
4.3 Fremdgefährdung/Selbstgefährdung

5. Fazit

6.Quellenverzeichnis
6.1 Literatur
6.2 Elektronische Daten

7. Abkürzungsverzeichnis



Marcus Tschauner

Die Anhörung von kindlichen Opfern sexueller Gewalt aus psychotraumatologischer Sicht

ISBN 978-3-935979-76-4
Band 4
Die Arbeit befasst sich mit der Anhörung von kindlichen Opfern sexueller
Gewalt innerhalb des Ermittlungs- und Strafverfahrens. Die Ausführungen
beziehen sich dabei hauptsächlich auf die polizeiliche, staatsanwaltschaftliche
und richterliche Anhörung und auf die Befragung des forensisch-psychologischen
Sachverständigen innerhalb einer aussagepsychologischen Begutachtung.

Die Anhörung von kindlichen Opfern sexueller Gewalt stellt für den
Anhörenden eine anspruchsvolle Situation dar. Das Erleben sexueller Gewalt
in der Kindheit ist ein traumatisches Ereignis, das spezielle Reaktionen und
Folgen erwarten lässt. So kann das traumatisierte Kind bei der Anhörung
durch die Vertreter der verschiedenen mit der Wahrheitsfindung beauftragten
Institutionen sekundär viktimisiert und retraumatisiert werden. Sekundäre
Schädigungen können im Behördenprozess, der vom Legalitätsprinzip
geprägten Verfolgung von Sexualstraftaten, nie gänzlich ausgeschlossen
werden, aber sie können in jedem Fall durch eine fundierte Ausbildung,
hohe Fachlichkeit, Sensibilität und Selbstreflexion der Anhörenden
minimiert werden. Eine umfangreiche Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der
sexuellen Gewalt gegen das Kind und die Aneignung von spezifischen Kenntnissen
der Psychotraumatologie, Entwicklungs- und Kommunikationspsychologie sind
für eine qualifizierte und opferschonende Anhörung unabdingbar.

Nachdem im ersten Kapitel ein überblick über das Thema der sexuellen
Gewalt gegen das Kind und dessen Viktimisierungsprozess und Deklaration als
Opfer gegeben wird, werden im zweiten Kapitel speziell die Reaktionen und
Folgen des sexuellen Missbrauchs aus psychotraumatologischer Sicht beleuchtet
und erörtert.
Im dritten Kapitel werden auf der Grundlage von psychotraumatologischen und
entwicklungspsychologischen Erkenntnissen Anhörungsbedingungen aufgezeigt
und Grundsätze für die Anhörung von kindlichen Opferzeugen
sexueller Gewalt aufgestellt, um einer Sekundärviktimisierung und Retraumatisierung
entgegenzuwirken, eine etwaige Retraumatisierung in der Anhörungssituation
zu erkennen und dem betroffenen Kind in angemessener Weise Hilfe leisten zu
können.
Im vierten Kapitel wird auf die aussagepsychologische forensische Begutachtung
und auf die damit verbundene Rolle des Gutachters als Retraumatisierungsfaktor
eingegangen.
117 Seiten
9,90 €

Inhalt

Inhalt:

Einleitung

1. Definitionen und Erläuterungen der wesentlichen
Begrifflichkeiten
1.1 „Anhörung“
1.2 Der Begriff des „Kindlichen Opfers“
1.3 Begriff der „Gewalt gegen das Kind“

2. Die Folgen sexueller Gewalt an Kindern aus
psychotraumatologischer Sicht
2.1 Die Entwicklung der Psychotraumatologie
2.2 Definitionen von „psychischen Traumata
2.3 Klassifikationen der Traumata
2.4 Unmittelbare Reaktionen innerhalb eines traumatischen Ereignisses
2.5 Folgereaktionen auf das Trauma
2.6 Die Posttraumatische Belastungsstörung

3. Anhörung und Retraumatisierung des kindlichen
Opfers sexueller Gewalt
3.1 Der Begriff „Retraumatisierung“
3.2 Abwehrmechanismen und Retraumatisierung
3.3 Abgrenzungen verschiedener Begrifflichkeiten
3.4 Die Gestaltung der Anhörung von traumatisierten Kindern

4. Die aussagepsychologische Begutachtung als Retraumatisierungsfaktor
4.1 Aussagepsychologische Begrifflichkeiten
4.2 Historische Entwicklung der Aussagepsychologie
4.3 Das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 30. Juli 1999
4.4 Hauptelemente eines Glaubhaftigkeitsgutachtens
4.5 Begutachtung nach Undeutsch
4.6 Begutachtung nach Steller und Köhnken
4.7 Die Rolle des forensisch – psychologischen Gutachters

5. Abschließende Betrachtungen

6. Literaturverzeichnis



Anke Regber

Glaubhaftigkeit und Suggestibilität kindlicher Zeugenaussagen unter Einbeziehung entwicklungspsychologischer Aspekte

ISBN 978-3-935979-97-9
Band 5

Spätestens seit den Wormser Missbrauchsprozessen
in den Neunziger Jahren weiß man um die Bedeutung kindlicher Zeugenaussagen.
Damals hatten fehlerhafte Glaubhaftigkeitsgutachten dazu geführt, dass
24 mutmaßlich des sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagte Männer
und Frauen letztendlich doch freigesprochen wurden. „Die familienübergreifenden
Massenmissbrauchshandlungen fanden nicht statt“, hatte der Vorsitzende
Richter im Urteil klargestellt und kam zum Ergebnis, dass die Kinder Opfer
derer wurden, die es gut gemeint und schlecht gemacht haben. Gemeint sind
Sachverständige, Kinderärzte, Psychologen, Staatsanwälte und
Ermittlungsrichter, die mit Ihren Untersuchungen und Vernehmungen vermeintliche
Straftaten entdeckten, die de facto nie geschehen waren. Ein Gutachten zeigte
damals auf, dass die Aussagen der Kinder durch die vielen Befragungen unbewusst
manipuliert worden waren.

Gerade bei Straftaten nach §§ 176, 176a, 176b StGB ist die Stimmung
im Umfeld von Ermittlungen aufgeheizt und eine sachlich-nüchterne Aufklärung
dieser Straftaten nicht immer einfach. Charakteristisch ist dabei die Intimität
der Tatsituation: Kinder sind bei derartigen Straftaten die einzigen Zeugen.
Allein von ihrer Aussage und der der Angeklagten hängt ein ent-sprechendes
Urteil ab. „Von den ersten Vernehmungen hängt also geradezu die
ganze Zukunft des Prozesses ab: In ihnen wird eigentlich fast immer der Sachverhalt
endgültig geklärt oder endgültig verschleiert“. Diese
Aussage von William Stern in seinem Werk „Jugendliche Zeugen in Sittlichkeitsprozessen,
ihre Behandlung und psychologische Begutachtung“ (1926, S. 47) bringt
zum Ausdruck, dass in frühen Phasen der Ermittlungsarbeit die Weichen
für den Erfolg oder Misserfolg eines Verfahrens gestellt wer-den. Denn
gerade hier – das haben die Erfahrungen der Wormser Miss-brauchsprozesse
gezeigt – ist die Gefahr der Beeinflussung der Kinder durch suggestives
Befragen am größten.

Entscheidend bleibt die Frage, ob ein Kind nun die Wahrheit sagt oder nicht.
Anke Regber gibt in ihrer Arbeit zahlreiche Hinweise zur Glaubhaf-tigkeitsbeurteilung
von kindlichen Zeugenaussagen hinsichtlich entwicklungspsychologischer Aspekte.
Auch die Ausführungen der Autorin zum Problem der Suggestibilität
von Kindern machen die vorliegende Arbeit zu einem wertvollen Begleitbuch
für die polizeiliche Praxis. Es eignet sich dabei trotz des expliziten
Bezugs auf kindliche Zeugenaussagen desgleichen für Praktiker, die vornehmlich
mit Vernehmungen von Erwachsenen zu tun haben.

Mit der Lektüre dieser Arbeit verbindet die Autorin die Hoffnung, dass
die Integrierung entwicklungspsychologischer Aspekte in die polizeiliche Vernehmungslehre
dazu führen könnte, dass der Beamte mehr Verständnis für
die Eigenart des kindlichen Denkens, Handelns und Erlebens entwickelt. Letztendlich
geht es darum, das vom Kind Erlebte möglichst wirklichkeitsgetreu zu
erfassen. Denn der Fall Worms zeigt: selbst bei Freispruch sind die Angeklagten
für den Rest ihres Lebens stigmatisiert. Und die Leidtra-genden sind
am Ende doch die Kinder.
81 Seiten
9,90 €

Inhalt

Inhalt:

1. Einleitung

2. Geschichtliche Aspekte
2.1 Zeugeneignung von Kindern im Wandel der Zeit
2.2 Geschichte der gerichtlichen Sachverständigentätigkeit

3. Die psychologische Begutachtung
3.1 Der psychologische Sachverstand als Beweismittel (Möglichkeiten und
Grenzen)
3.2 Anlass und Häufigkeit der Begutachtung von Kindern
3.3 Der Stellenwert der Begutachtung
3.4 Ein überblick zu den aussagepsychologischen Konstrukten

4. Zeugeneignung von Kindern aus entwicklungspsychologischer
Sicht
4.1 Aussage- bzw. Zeugentüchtigkeit
4.2 Kinder verschiedener Alterstufen als Zeugen

5. Die Glaubhaftigkeit einer Aussage
5.1 Differenzierung zwischen Glaubwürdigkeit und Glaubhaftigkeit
5.2 Bedeutung für Praxis
5.3 Differenzierung zwischen Glaubhaftigkeit und Aussagegenauigkeit
5.4 Unterschiede zwischen erlebnisbegründeten und unwahren Aussagen
5.5 Motivbezogene Aspekte beim Kind
5.6 Hinweise für die polizeiliche Praxis

6. Das Problem der Suggestibilität
6.1 Begriffsbestimmung
6.2 Das Werk von William Stern
6.3 Allgemeine Ausführungen zum Suggestionsprozess
6.4 Bedingungen für das Auftreten von Suggestionseffekten
6.5 Differenzierung zwischen wahren und suggerierten Aussagen
6.6 Suggestibilität und Alter des Kindes
6.7 Einfluss von Zeitpunkt und Häufigkeit der Präsentation falscher
Informationen
6.8 Hinweise für die polizeiliche Praxis