978-3-86676-358-6
Manfred Reuter
Die Gleichschaltung der preußischen und deutschen Polizeigewerkschaften im … Diese Studie befasst sich mit dem komplexen Prozess der politisch-weltanschaulichen …
97 Seiten 16,80 €

Inhalt


978-3-86676-295-4
Nadine Laue
Formierung der Ortspolizei Bremerhaven (1945 bis 1947) Die Durchsetzung einer kommunalen … Im Mai 1945 übernahmen die Amerikaner von den britischen Besatzungskräften die Enklave …
128 Seiten 19,80 €

Inhalt


978-3-86676-230-5
Michael Stricker
Die Schlacht am Tegeler Weg Dokumentation des Polizeieinsatzes anlässlich einer … Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V. Band 13 Im …
130 Seiten 22,80 €

Inhalt


978-3-86676-215-2
Manfred Reuter
„In Treue fest“ Eine Studie über ausgewählte Polizeigewerkschaften und … Die Studie verfolgt das Ziel, ein wenig Licht in die sozialwissenschaftliche Terra …
135 Seiten 16,90 €

Inhalt


978-3-86676-196-4
Peter Leßmann-Faust
Die preußische Schutzpolizei in der Weimarer Republik Streifendienst und Straßenkamp Preußen galt in der Weimarer Republik als „Bollwerk“ der demokratischen …
390 Seiten 28,80 €

Inhalt


978-3-86676-223-7
Michael Stricker
Letzter Einsatz Im Dienst getötete Polizisten in Berlin von 1918 bis 2010   Band: 11 - 2., korrigierte Auflage Letzter Einsatz Im Dienst …
678 Seiten 59,00 €

Inhalt


978-3-86676-132-2
Erwin B. Boldt und Martin Graf
Leben und musikalisches Werk von Wilhelm Schierhorn Ein Beitrag zur Musikgeschichte der deutschen Polizei (inklusive CD) Inhalt …
188 Seiten 22,90 €

Inhalt


978-3-86676-105-6
Dirk Götting
Das Aufbegehren der bürgerlichen Frauenbewegung gegen die Sittenpolizei des Kaiserreichs … Frauen im Polizeidienst zwischen Rettungsarbeit und Sittenschnüffelei Im deutschen …
533 Seiten 27,90 €

Inhalt


Manfred Reuter

Die Gleichschaltung der preußischen und deutschen Polizeigewerkschaften im Nationalsozialismus

ISBN 978-3-86676-358-6
Diese Studie befasst sich mit dem komplexen Prozess der politisch-weltanschaulichen Selbst- und Fremdgleichschaltung der preußischen und deutschen Polizeigewerkschaften im Nationalsozialismus. Inhaltlich gliedert sie sich wie folgt: Im zweiten Kapitel wird die Ausgangssituation der Polizeigewerkschaften vor dem Beginn der Machtergreifung im Juli 1932, also kurz vor dem Preußenschlag, vorgestellt. Zu diesem Zeitpunkt existiert noch ein freies und vielfältiges Gewerkschaftswesen in der Polizei. Allerdings trifft der Preußenschlag die Gewerkschaften nicht vollkommen unvorbereitet. Seit etwa 1920 existieren bereits mehr oder weniger starke Einflussnahmen bzw. solche Versuche, um die Polizeigewerkschaften im nationalsozialistischen Sinne auszurichten. Mit dieser Vorgeschichte befasst sich dann der Rückblick im dritten Kapitel. Hier werden exemplarisch drei Polizeigewerkschaften näher untersucht: Der „Verband Preußischer Polizeibeamten e.V.“ (sog. Schrader-Verband), die „Vereinigung der Polizeioffiziere Preußens e.V.“ (sog. Dillenburger-Verband) und der „Verband der Schutzpolizeibeamten Preußens e.V.“ (sog. Josupeit-Verband). Im vierten Kapitel schließt sich die Beschreibung der eigentlichen Gleichschaltung, also vom Ende des freien Verbändewesens und der folgenden Vereinheitlichung im „Kameradschaftsbund Deutscher Polizeibeamten e.V.“ und im „Reichsbund der Deutschen Beamten e.V.“ ab Juli 1932, an. Diese Phase der Gleichschaltung findet 1937 ihren Abschluss. Das gleichgeschaltete Verbandsleben selbst endet dann 1945 mit der bedingungslosen Kapitulation des Reiches. Das fünfte Kapitel gibt einen kurzen Ausblick auf die Entwicklung nach Ende des „tausendjährigen Reiches“ in der neu gegründeten Bundesrepublik bis zur „Reorganisation“ der Polizeigewerkschaften um 1955. Das sechste und letzte Kapitel fasst die wesentlichen politologischen Erkenntnisse dieser Studie zusammen. Sie schließt mit einem Abkürzungs-/Quellen- und Literaturverzeichnis
97 Seiten
16,80 €

Inhalt

Inhalt:

1 Einleitung

2 Vor der Gleichschaltung: Die Ausgangssituation im Juli 1932

3 Rückblick: Die Vorgeschichte 1918 - 1932

3.1 Der „Verband Preußischer Polizeibeamten e.V.“
3.2 Die „Vereinigung der Polizeioffiziere Preußens e.V.“
3.3 Der „Verband der Schutzpolizeibeamten Preußens e.V.“

4 Die Gleichschaltung in Preußen und im Reich 1932 - 1945 … 41
4.1 Der „Kameradschaftsbund Deutscher Polizeibeamten e.V.“ (KdP)
4.2 Der „Reichsbund der Deutschen Beamten e.V.“ (RDB)

5 Ausblick: Vom Ende des Nationalsozialismus bis zur Reorganisation 1945 - 1955

6 Zusammenfassung

Abkürzungsverzeichnis

Quellen-/Literaturverzeichnis



Nadine Laue

Formierung der Ortspolizei Bremerhaven (1945 bis 1947) Die Durchsetzung einer kommunalen Struktur im Bundesland Bremen

ISBN 978-3-86676-295-4
Im Mai 1945 übernahmen die Amerikaner von den britischen Besatzungskräften die Enklave Bremen und damit auch die Verantwortung in Wesermünde und Bremerhaven. Ihre Aufgabe war neben der Verwaltung der Enklave unter anderem der Aufbau einer funktionsfähigen Verwaltung. Der Neuaufbau, auch der Polizei, orientierte sich an der Politik der vier D: Demokratisierung, Dezentralisierung, Demilitarisierung und Denazifizierung. Die Masterarbeit setzt sich mit der Umsetzung dieser Politik in der Bremerhavener Polizei in der Zeit von 1945 bis 1947 auseinander. Sie zeigt unter anderem auf, warum die Ortspolizeibehörde Bremerhaven heute die einzige noch existierende kommunale Polizei Deutschlands ist.
128 Seiten
19,80 €

Inhalt

Inhalt:

1. Einleitung

2. Forschungsstand und theoretischer Ansatz

3. Aufbau und Grenzen der Arbeit

4. Abschnitt A: Die Entwicklung an der Unterweser
4.1. Die Entstehung der Städte Bremerhaven und Wesermünde bis 1933
4.2. Polizei in Bremerhaven und Wesermünde bis 1933
4.3. Stadtentwicklung von 1933 bis 1945
4.4. Polizei während der NS-Zeit
4.5. NS-Terror in den Unterweserstädten
4.6. Judenverfolgung
4.7. Kriegsende in Wesermünde und Bremerhaven

5. Abschnitt B: Besetztes Land
5.1. Alliierte Verhandlungen/Besatzungspolitik
5.2. Amerikanische Besatzungszone
5.3. Enklave Bremen
5.4. Amerikaner in Bremerhaven/Wesermünde

6. Abschnitt C: Polizeiaufbau in Wesermünde/Bremerhaven
6.1. Dezentralisierung
6.1.1. Der Oberbürgermeister als Ortspolizeibehörde
6.1.2. Organisation der Polizei in Wesermünde
6.1.3. Verwaltungspolizei in Wesermünde
6.1.4. Polizei in Bremerhaven
6.2. Entmilitarisierung
6.2.1. Bewaffnung der Polizei
6.2.2. Uniform
6.2.3. Verhalten
6.3. Entnazifizierung
6.3.1. Entnazifizierung in der US-Zone
6.3.2. Entnazifizierung in Wesermünde
6.3.3. Entnazifizierung in der Polizei Wesermünde
6.3.4. Aufhebung der NS-Gesetzgebung
6.4. Demokratisierung
6.4.1. Demokratisierung in der US-Zone
6.4.1. Zuständigkeiten und Aufgaben der Polizei
6.4.2. Gewaltenteilung
6.4.4. Einstellungen und Personalbestand
6.4.5. Ausbildung
6.4.6. Weibliche Polizei
6.5. Verkehrssicherheitsarbeit in Wesermünde
6.6. überfall- und Verkehrsunfallkommando
6.7. Berichtwesen
6.7.1. Berichte an die Militärregierung im Detachment G1C2
6.7.2. Berichte an den Oberbürgermeister in Wesermünde
6.7.3. Tägliche Lagemeldungen/Kriminalitätsberichte

7. Abschnitt D: Kommunale Verwaltung
7.1. Gründung des Bundeslandes Bremen
7.1.1. Eigenständigkeit Wesermündes/Bremerhavens
7.1.2. Ortspolizeibehörde Bremerhaven
7.1.3. Stadtbremisches überseehafengebiet
7.2. Die Entwicklung der Ortspolizeibehörde Bremerhaven
7.2.1. Organisationsstrukturen
7.2.2. Zusammenarbeit mit der MP
7.2.3. Aufgaben und Zuständigkeiten
7.2.4. örtliche Zuständigkeit
7.2.5. Präventionsarbeit
7.2.6. Selbstverständnis
7.2.7. Corporate Design

8. Fazit

9. Abkürzungsverzeichnis
10. Literatur-/ Quellenverzeichnis



Michael Stricker

Die Schlacht am Tegeler Weg Dokumentation des Polizeieinsatzes anlässlich einer Demonstration zu dem Ehrengerichtsverfahren gegen den Rechtsanwalt Horst Mahler vor dem Landgericht Berlin am 4. November 1968

ISBN 978-3-86676-230-5
Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Polizeigeschichte e. V. Band 13

Im Jahre 1968 kam es in der gesamten Bundesrepublik Deutschland und in Berlin (West) zu vielfältigen Protesten der sogenannten Außerparlamentarischen Opposition. Auf deren Führungsperson „Rudi“
Dutschke wurde am Gründonnerstag, dem 12. April 1968, in Berlin ein Attentat verübt. Am gleichen Abend zogen mehr als 2.000 aufgebrachte Demonstranten zum Axel–Springer–Verlagshaus, weil das Attentat von ihnen als Folge eines vergifteten politischen Klimas durch die „Springer“- Presse angesehen wurde. Einer der Wortführer der Demonstranten war der damals 32-jährige Rechtsanwalt Horst Mahler, der seit mehreren Jahren straffällig gewordene Demonstranten verteidigt hatte. Das Verlagshaus wurde an dem Abend massiv beschädigt und mehrere Auslieferfahrzeuge für Zeitungen in Brand gesetzt. Der Verleger Axel Springer verklagte Horst Mahler deshalb zur Zahlung einer hohen Schadenersatzsumme. Zusätzlich stellte der Generalstaatsanwalt beim Kammergericht Berlin den Antrag auf Ausschluss von Horst Mahler aus der Rechtsanwaltskammer. Dazu sollte ein entsprechendes Ehrengerichtsverfahren in Gang gesetzt werden.
Die Folge war, dass es schließlich beim ersten Verhandlungstag des Verfahrens, am Morgen des 4. November 1968, anlässlich einer Demonstration in der Umgebung des Berliner Landgerichts, zu einer äußerst heftigen Auseinandersetzung zwischen aufgebrachten Protestlern und der Polizei kam. Der Polizeieinsatz, bei dem die eingesetzten Polizeibeamten zum letzten Mal den Tschako als Kopfbedeckung trugen, wurde zum Höhe- und Wendepunkt für die Außerparlamentarische Opposition. Bisher wurde dieser Polizeieinsatz in der allgemeinen Geschichtsschreibung und in der polizeihistorischen Rückschau zwar teilweise erwähnt, aber noch nicht in seinen Einzelheiten dokumentiert. Dieses Buch stellt sich zur Aufgabe, den Polizeieinsatz in seinen vielfältigen Details darzustellen.

Gegliedert ist die Dokumentation in vier Kapitel:
1. Einsatzvorbereitung,
2. Einsatzkräfte, Einsatzkonzeption, Einsatzmittel
3. Einsatzablauf
4. Einsatznachbereitung

Durch eine große Anzahl von Karten, Skizzen und Schwarzweiß-Abbildungen wird der Polizeieinsatz zusätzlich in all seinen Einzelheiten beleuchtet und illustriert.
Der Autor, Michael Stricker, ist seit dem 1. September 1988 Polizeivollzugsbeamter des Landes Berlin.
130 Seiten
22,80 €

Inhalt

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Einsatzvorbereitung

2 Einsatzkräfte, Einsatzkonzeption und Einsatzmittel
2.1 Einsatzkräfte
2.2 Einsatzkonzeption
2.3 Einsatzmittel

3 Einsatzverlauf
3.1 Einsatzausgangslage
3.1.1 Einsatzkräftegliederung
3.1.2 Einsatzgrundsätze
3.2 Phase 1: Einsatzort: Osnabrücker Straße
Der erste Angriff der Störer
3.3 Phase 1: Einsatzort: Osnabrücker Straße
Der Gegenangriff der Polizei
3.4 Phase 2: Einsatzort: Tegeler Weg
Der zweite Angriff der Störer
3.5 Phase 2: Einsatzort: Tegeler Weg
Der zweite Gegenangriff der Polizei
3.6 Phase 3: Einsatzort: Schlossbrücke
Die Entscheidung

4 Einsatznachbereitung
4.1 Die Polizei
4.2 Die Störer
4.3 Der Pressespiegel
4.4 Das vergessene Todesopfer

Nachwort
Hauptquellenverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis
Mein besonderer Dank



Manfred Reuter

„In Treue fest“ Eine Studie über ausgewählte Polizeigewerkschaften und Polizeigewerkschafter in der Weimarer Republik

ISBN 978-3-86676-215-2
Die Studie verfolgt das Ziel, ein wenig Licht in die sozialwissenschaftliche Terra incognita der Polizeigewerkschaftshistorie zu bringen. Dabei liefert sie weniger eine exakte historische Rekonstruktion der Abläufe, als vielmehr eine politologische Systematisierung der Genese.
Dabei wird der Fokus auf die Weimarer Epoche, in der sich Polizeigewerkschaften in Deutschland herausgebildet und etabliert haben sowie schließlich als freie Verbände untergegangen sind, gerichtet. Dies ist der Zeitraum vom Ende des Kaiserreiches über die Weimarer Republik bis zur Machtübernahme durch die Nationalsozialisten; also in etwa die zwanzig Jahre zwischen 1913 und 1933. Diese Zeit wird nach 1945 auch prägend für die Polizeigewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland sein, die in wesentlichen Bereichen an das Weimarer-System anknüpfen werden.
Neben einem ersten überblick über die Polizei, die Polizeigewerkschaften und ihre Gewerkschafter in dieser Zeit, werden exemplarisch die vier wichtigsten Verbände/Organisationen der Gründungs- und Etablierungsphase innerhalb der Polizeigewerkschaften ausführlich vorgestellt. Dies ist der preußische „Schrader-Verband“, die Reichsgewerkschaft, deren Aktivitäten in der IV. Säule im Deutschen Beamtenbund sowie die Internationale Vereinigung der Polizeibeamten.
Auch zum Gedenken und zur Wahrung ihres Andenkens folgen Kurzporträts dreier herausragender Persönlichkeiten, die maßgebenden Einfluss auf die eigentliche Gründungs- und vorläufige Etablierungsphase der oben genannten Organisationen in der Weimarer Republik und damit auf die heutigen Polizeigewerkschaften hatten. Dies ist erstens der Stamm-, ja „übervater“ in ganz Deutschland, Ernst Schrader. Hinzu kommt Emil Winkler, der sich insbesondere auf internationaler Ebene verdient gemacht hat sowie als Außenseiter im Offizierskorps, der Schutzpolizeikommandant von Berlin und der letzte freie Verbandsvorsitzende im Schrader-Verband, Magnus Heimannsberg.
135 Seiten
16,90 €

Inhalt

Inhalt:

1 Einleitung

2 Ein erster überblick: Polizei, Polizeigewerkschaften und Polizeigewerkschafter vom Kaiserreich bis zum Dritten Reich
2.1 Die Polizei: ihre Wesensmerkmale von der Wilhelminischen über die Weimarer bis zur Totalitären Polizei
2.2 Die Polizeigewerkschaften: vom Hilfsverein über den Kameradenverein zur Gewerkschaft bis zum Kameradschaftsbund
2.3 Die Polizeigewerkschafter: zwischen Repression, Missachtung, Mitwirkung und Ausschaltung

3 Die Historie ausgewählter Polizeigewerkschaften: von Repression im Kaiserreich über Anerkennung in der Weimarer Republik bis zur Gleichschaltung im Dritten Reich
3.1 Der „Verband Preußischer Polizeibeamten e.V.“ (Schrader-Verband)
3.1.1 Vom Hilfsverein zum Berliner Kameradenverein 1915
3.1.2 Vom Berliner zum Preußischen Kameradenverein 1917
3.1.3 Vom Preußischen Kameradenverein zum Verband der Polizeibeamten Preußens 1919
3.1.4 Vom Verband der Polizeibeamten Preußens zum Schrader-Verband 1923
3.1.5 Der Schrader-Verband bis zum Preußenschlag 1932
3.1.6 Vom Preußenschlag bis zur Gleichschaltung 1933
3.2 Die „Reichsgewerkschaft Deutscher Polizeibeamten“
3.3 Die IV. Säule im „Deutschen Beamtenbund“
3.4 Die „Internationale Vereinigung der Polizeibeamten“

4 Das Leben ausgewählter Polizeigewerkschafter: Kurzporträts dreier führender Repräsentanten
4.1 Der Stammvater: Ernst Schrader (1877 - 1936)
4.2 Der Internationalist: Emil Winkler (1882 - 1933)
4.3 Der Außenseiter: Magnus Heimannsberg (1882 - 1962)

5 Zusammenfassung

6 Ausblick

Abkürzungsverzeichnis
Quellen-/Literaturverzeichnis



Peter Leßmann-Faust

Die preußische Schutzpolizei in der Weimarer Republik Streifendienst und Straßenkamp

ISBN 978-3-86676-196-4
Preußen galt in der Weimarer Republik als „Bollwerk“ der demokratischen Staatsordnung, als „Bastion“ gegen die radikalen Feinde der Republik: die Parteien und Bewegungen der extremen Linken und der äußersten Rechten. Als „republikanische Schutztruppe“ standen die Beamten der preußischen Schutzpolizei unter der Führung des langjährigen preußischen Innenministers Carl Severing in erster Linie bereit, wenn es galt, die von den zunehmend funktionsunfähigen Parlamenten auf die Straßen verlagerten politischen Auseinandersetzungen in friedliche Bahnen zu lenken. Zum Ende der Republik befand sich die „Schupo“ zwischen den Fronten der einander blutig bekämpfenden Lager – von den Regierungen im Reich und in Preußen immer häufiger als letztes Mittel zur Lösung politischer Probleme benutzt. Wer waren die mit ihrem charakteristischen „Tschako“ aus dem Straßenbild der Weimarer Zeit nicht wegzudenkenden „Schupos“, was hatte sie bewogen, den Polizistenberuf zu wählen? Wie wurden sie ausgebildet, wie sah ihr Dienst aus, welche beruflichen und sozialen Probleme hatten sie? Wo standen sie zwischen den politischen Strömungen ihrer Zeit? Welche Polizeipolitik realisierten die führenden sozialdemokratischen Regierungspolitiker der „Weimarer Koalition“ in Preußen, die im Kaiserreich häufig von den monarchischen Polizeiorganen drangsaliert worden waren, wie setzten sie die Schupo in verschiedenen Krisensituationen ein? Welche „Macht“ gab die Schutzpolizei in den innenpolitischen Auseinandersetzungen der Weimarer Republik, vor allem in dem sich seit 1930 zuspitzenden Konflikt mit den mehr und mehr vor Hitler zurückweichenden Reichsregierungen Brünings, Papens und Schleichers? Auf der Basis langjähriger und breit angelegter Forschungen gibt der Bochumer Historiker eine Darstellung dieser für die Innenpolitik der Jahre 1919 bis 1933 zentralen Institution.
390 Seiten
28,80 €

Inhalt

0. Einleitung

1. Preußische Polizei- und Sicherheitsorgane in der Anfangsphase der Weimarer Republik 1918-1920
1.1. Der Zusammenbruch des wilhelminischen Polizeisystems im November 1918
1.2. Sicherheitsorgane der Arbeiter- und Soldatenräte
1.3. Revolutionäre Sicherheitseinrichtungen in Berlin
1.4. Die Oberste Heeresleitung auf dem Weg zur innenpolitischen Ordnungsmacht
1.5. Die "Einwohnerwehren"
1.6. Gustav Noske und die innere Sicherheitspolitik 1919
1.7. Die Entstehung der preußischen Sicherheitspolizei 1919
1.8. Die Konkurrenz zwischen der preußischen Sicherheitspolizei und der Reichswehr

2. Von der Sicherheitspolizei zur Schutzpolizei
2.1. Die organisatorische Grundlegung der Schutzpolizei 1920
2.2. Die "Polizei-Aktion" in der preußischen Provinz Sachsen im März 1921
3. Das Personal der preußischen Schutzpolizei
3.1. Der Personalstatus der Schutzpolizeibeamten nach dem "Schutzpolizeibeamtengesetz" vom 16. August 1922 und dem "Polizeibeamtengesetz" vom 31. Juli 1927
3.2. Die Versorgung der Schutzpolizeibeamten
3.3. Die Polizeiwachtmeister
3.3.1. Die berufliche und soziale Herkunft der Polizeiwachtmeister vor dem Eintritt in den Polizeidienst
3.3.2. Die Interessenverbände der Polizeiwachtmeister
3.4. Die Polizei-Offiziere
3.4.1. Die berufliche Herkunft der Polizei-Offiziere vor dem Eintritt in den Polizeidienst
3.4.2. Politische Einstellung und dienstliches Verhalten der Polizei-Offiziere 1920-1923
3.4.3. Die Interessenpolitik der Polizei-Offiziere
3.4.4. Die Polizei-Offiziere im Milieu der politischen Rechten
3.4.5. Der politische Repräsentant der Polizei-Offiziere: Eldor Borck
3.4.6. Der "Außenseiter" im Polizei-Offizierskorps: Magnus Heimannsberg
3.4.7. Die Probleme der Polizei-Offiziere mit den bürokratischen Anforderungen des Polizeidienstes

4. Die Ausbildung in der preußischen Schutzpolizei
4.1. Die Ausbildung in der Polizei vor 1918
4.2. Die Errichtung der preußischen Polizeischulen nach 1921 und das Schema der Ausbildungsgänge
4.3. Inhaltliche Leitlinien der Ausbildung auf den Polizeischulen
4.4. Polizei-Offiziere als Polizeischullehrer
4.5. Lehrbücher für die Ausbildung der Schutzpolizei
4.6. Die Auswirkungen des Ausbildungs-"Drills" auf den Polizeischulen für den praktischen Polizeidienst
4.7. Die Sensburger Polizeischul-Affäre von 1928/29
4.8. Die Personalpolitik der preußischen Regierung im Bereich der Schutzpolizei

5. Die preußische Schutzpolizei in der Krise der Weimarer Republik 1929-1932
5.1. Neue Gegner der Schutzpolizei: "SA" und "Roter Frontkämpfer-Bund"
5.2. Der "Blutmai" 1929 in Berlin
5.3. Der "Sturm auf Preußen" 1930-1932
5.4. Politische Konfrontationen auf der Straße: Die preußische Schutzpolizei in der Bewährungsprobe
5.5. Die politische Agitation der KPD und der NSDAP im Polizeiwachtmeisterkorps
5.5.1. Die Agitation der KPD
5.5.2. Die Agitation der NSDAP
5.6. Die Polizei-Offiziere 1930-1932
5.6.1. Politische Standortbestimmungen in der Publizistik der Polizei-Offiziere
5.6.2. Die "Volksentscheid-Offiziere" 1931
5.6.3. Der "Fall Levit"

6. "Auf verlorenem Posten": Die preußische Schutzpolizei im Kampf gegen die NSDAP 1930-1932
6.1. Die Problematik des SA-Verbots
6.2. Ein Versammlungsverbot gegen die NSDAP in Krefeld vom November 1931 und seine Folgen
6.3. Die "Schwanenwall-Affäre" in Dortmund vom Frühjahr 1932

7. Die preußische Schutzpolizei im Übergang zum Dritten Reich
7.1. Auf dem Weg zum "Preußenschlag" vom 20. Juli 1932
7.2. Der "Blutsonntag von Altona" vom 17. Juli 1932
7.3. Der "Preußenschlag" vom 20. Juli 1932 und die preußische Schutzpolizei
7.4. Die preußische Schutzpolizei zwischen "Preußenschlag" und "Machtergreifung"
7.5. Der "Verband preußischer Polizeibeamter" zwischen Selbstbehauptung und Selbstgleichschaltung

8. Die preußische Schutzpolizei im Dritten Reich 1933-1935
8.1. Die nationalsozialistische "Säuberung" der preußischen Polizeiverwaltung im Frühjahr 1933
8.2. Die SA-"Hilfspolizei"
8.3. Die Polizei des Dritten Reiches: Die "Gestapo"
8.4. Die Militarisierung der kasernierten preußischen Schutzpolizei und ihre Überführung in die Wehrmacht 1935

9. Ausblick

10. Schluss

Abkürzungsverzeichnis

Quellen- und Literaturverzeichnis
I. Unveröffentlichte Quellen
II. Veröffentlichte Quellen

1. Editionen, amtliche Publikationen und Protokolle

2. Zeitgenössische Zeitschriften und Zeitungen

III. Literatur



Michael Stricker

Letzter Einsatz Im Dienst getötete Polizisten in Berlin von 1918 bis 2010

ISBN 978-3-86676-223-7
 

Band: 11 - 2., korrigierte Auflage

Letzter Einsatz

Im Dienst getötete Polizisten in Berlin von 1918 bis 2010

Es ist bereits viel uber die Polizei in Berlin geschrieben worden. Dazu gehören Abhandlungen uber die Strukturen, den Aufbau und Entwicklungen sowie uber die Veränderungen, die die Berliner Polizei im Laufe der vergangenen zweihundert Jahre durchlaufen hat. All das wurde in vielfältiger und umfangreicher Weise dargestellt.

Was ist aber mit den Menschen, die in der Ausubung ihres Dienstes zu Opfern wurden? Dieses Buch stellt sich zur Aufgabe, gerade diese dringende Frage zu beantworten.

In sechs Kapiteln, gegliedert nach den jeweiligen Zeitepochen, stellt der Autor die ihm bisher bekannt gewordenen Todesfälle von Polizisten dar, welche im Dienst ums Leben kamen. Wenn es die Quellenlage ermöglichte, werden die dienstlichen Laufbahnen der Opfer vorangestellt. Die Falldarstellungen werden durch eine Vielzahl an Fotos, Karten, Skizzen, Fernschreiben und Berichten ergänzt.

Der Autor, Michael Stricker, ist seit dem 1. September 1988 Polizeivollzugsbeamter des Landes Berlin.
678 Seiten
59,00 €

Inhalt

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Berlin-Weimarer Republik (1918 – 1933)

1. Fall bis 44. Fall

2 Berlin-Drittes Reich (1933 – 1945)

45. Fall bis 54. Fall

3 Berlin-Magistrat (1945 – 1948)

4 Berlin-Ost (1948 – 1990)

90. Fall bis 122. Fall

5 Berlin-West (1948 – 1990)

123. Fall bis 147. Fall

6 Berlin-Bundesland (1990 – 2010)

148. Fall bis 155. Fall

In Memoriam

Nachwort

Hauptquellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Mein besonderer Dank 



Erwin B. Boldt und Martin Graf

Leben und musikalisches Werk von Wilhelm Schierhorn

ISBN 978-3-86676-132-2
Ein Beitrag zur Musikgeschichte der deutschen Polizei (inklusive CD)

Inhalt

Einleitung
Wilhelm Schierhorns Leben
Die Zeit von 1886 – 1925
Die Zeit von 1925 – 1933
Die Zeit von 1933 – 1938
Die Zeit von 1938 – 1945
Die Zeit von 1945 – 1968
Wilhelm Schierhorns Werk
Der „Große Abendruf der Deutschen Polizei“
Eine Bestandsaufnahme
Schlussbemerkungen
Anhang 1: Instrumentelle Besetzung PMK Hamburg 1926 - Reichspolizei 1938 - Heer 1936
Anhang 2: Besetzung der Polizeimusikkorps 1938
Anhang 3: Schallplattenaufnahmen, Kompositionen und Dirigate von Wilhelm Schierhorn
Anhang 4: Musikmeister der Deutschen Polizei und Schüler von Wilhelm Schierhorn
Anhang 5: Paradeanzug für die Musikkorps und Spielmannszüge der Schutzpolizei und mot. Gendarmerie
Quellen- und Literaturnachweis
Abkürzungsverzeichnis
Personenverzeichnis
Bildernachweis
Musikzitate
Danksagung
188 Seiten
22,90 €

Inhalt



Dirk Götting

Das Aufbegehren der bürgerlichen Frauenbewegung gegen die Sittenpolizei des Kaiserreichs und der erste Versuch weiblicher Polizeiarbeit in Deutschland (1875-1914)

ISBN 978-3-86676-105-6
Frauen im Polizeidienst zwischen Rettungsarbeit und Sittenschnüffelei

Im deutschen Kaiserreich war Prostitution grundsätzlich verboten, wenn nicht die Polizei für die Prostituierten Verhaltensregeln erließ und diese streng kontrollierte. Gegen ein solches System der Reglementierung der Prostitution durch die Sittenpolizei wehrte sich die bürgerliche Frauenbewegung aus moralischen und frauenemanzipatorischen Motiven heraus.

Mit Hilfe einer starken öffentlichkeitsarbeit übten die organisierten Frauen Druck auf die Polizeiverantwortlichen aus und verlangten Reformen. Dazu gehörte auch die Einstellung erster Polizeiassistentinnen, um auf die Prostituierten moralisch einwirken zu können.

Die Frauenbewegung erreichte damit mehrere Ziele gleichzeitig. Es wurden einmal Berufsmöglichkeiten für bürgerliche Frauen geschaffen in Form öffentlicher ämter mit entsprechendem Sozialprestige. Gleichzeitig konnten die Frauen des Bürgertums durch ihr Einwirken auf die Prostituierten ihren Beitrag zum Kampf gegen die Unsittlichkeit in der Gesellschaft leisten. 

Die Arbeit der ersten Polizeiassistentinnen entwickelte sich aber nicht konfliktfrei. Schließlich lag ihr Handeln zwischen Frauenbewegung und männlich dominierter Polizei auf der einen Seite und polizeilicher und sozialer Arbeit auf der anderen. Ein spannungsreicher Prozess, der die Form der frühen weiblichen Polizeiarbeit nachhaltig prägte.
533 Seiten
27,90 €

Inhalt

Einleitung

I. Kapitel
Der Beginn der organisierten Frauenbewegung, das Aufkommen des Abolitionismus und die erste Forderung, Frauen in die Arbeit der Sittenpolizei einzubinden
I.1 Bürgerliche Frauen im Kaiserreich und die Anfänge der organisierten Frauenbewegung
I.2 Das Aufkommen des Abolitionismus und die deutsche Frauenbewegung

II. Kapitel
Der Richtungskampf der Frauenbewegung in der Sittlichkeitsfrage und die Forderung nach Polizeimatronen
II.1 Die Sittlichkeitsfrage erreicht erneut die Frauenbewegung
II.2 Der Richtungswechsel in der Sittlichkeitsfrage

III. Kapitel
Der Beginn weiblicher Polizeiarbeit in Stuttgart und Hannover und die Anfänge der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten (DGBG)
III.1 Die Anstellung der ersten Polizeiassistentin
III.2 Die Anstellung einer Polizeiassistentin durch evangelische Frauen in Hannover
III.3 Die Abolitionistinnen und die Anfänge der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten (DGBG)

IV. Kapitel
Die ära Stritt im BDF, das Wirken der DGBG und dieEntwicklung der Polizeiassistenz bis zum Fall der Henriette Arendt
IV.1 Der Konflikt im BDF zwischen Anna Pappritz und Marie Stritt
IV.2 Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten als Kompromissgesellschaft und der preußische Ministererlass zur Handhabung der Sittenpolizei
IV.3 Die weitere Etablierung weiblicher Polizeiarbeit und das Nationalkomitee zur Bekämpfung des Mädchenhandels
IV.4 Das berufliche Ende der ersten Polizeiassistentin 307

V. Kapitel
Die Orientierungs- und Konsolidierungsphase
V.1 Jugendfürsorge, Jugendgerichtsbewegung und die erste Fürsorgedame
V.2 Der Fall Schapiro in Mainz und seine Folgen für den Charakter des Instituts der Polizeiassistenz
V.3 Die Konsolidierung der Polizeiassistenz als soziale Arbeit
V.4 Resümee

VI. Schlussbetrachtung

Quellen- und Literaturverzeichnis