Yves Michaelis

Situationsorientierte Wendungen und Satzbausteine in polizeilichen Einsatzsituationen mit nicht deutschsprachigen Ausländern Ein Gestenkatalog (Englisch/Deutsch)

ISBN 978-3-86676-548-1
Schriftenreihe der Thüringer Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Polizei

Gestik und Mimik sind bei der Verständigung mit nicht deutschsprachigen Ausländern von sehr großer Bedeutung. Gesten in unterschiedlichen Kulturkreisen können unterschiedliche Signale aussenden. Sie richtig zu dekodieren ist in polizeilichen Alltagssituationen enorm wichtig. Nicht zuletzt kann die Benutzung der richtigen Gestik und Mimik zusätzlich zur verbalen Kommunikation zur Deeskalation im polizeilichen Alltag beitragen. Der Gestenkatalog soll hierzu eine Hilfestellung bieten.
84 Seiten
14,90 €

Inhalt

Inhalt



I. GESTEN ZUR UNTERSTÜTZUNG DER VERBALEN KOMMUNIKATION



II. SITUATIONSORIENTIERTE WENDUNGEN UND SATZBAUSTEINE


1. ANHALTEN, ANSPRECHEN UND VORSTELLEN

2. ALLGEMEINE FORMULIERUNGEN ZUR VERSTÄNDIGUNG

3. ALLGEMEINE FORMULIERUNGEN ZUR BERUHIGUNG, DEESKALATION, EINFRIERUNG DER LAGE UND EIGENSICHERUNG

4. ALLGEMEINE NENNUNG DES GRUNDES

5. BELEHRUNGEN

6. PERSONALIENFESTSTELLUNG, FESTSTELLUNG VON BERECHTIGUNGEN

7. KLÄRUNG VON SACHVERHALTEN

8. PLATZVERWEIS, RÜCKKEHRVERBOT, WOHNUNGSVERWEISUNG

9. DURCHSUCHUNG, FESSELUNG

10. MITNAHME ZUR DIENSTSTELLE, GEWAHRSAM, VORLÄUFIGE FESTNAHME

11. SICHERSTELLUNG, BESCHLAGNAHME

12. FORMULIERUNGEN ZUM ÜBERZEUGEN

13. FORMULIERUNGEN ZUM WARNEN

14. FORMULIERUNGEN ZUM ANDROHEN VON FOLGEN UND MAßNAHMEN



III. BELEIDIGENDE UND MISSVERSTÄNDLICHE GESTEN



Max Hermanutz & Sven Litzcke (Hrsg.)

Unterscheidung von Wahrheit und Lüge –
Vernehmungsexperimente

ISBN 978-3-86676-549-8
Analysen zu Sicherheitsfragen, Band 8

Die Unterscheidung von Wahrheit und Lüge in Ermittlungsverfahren ist immer dann besonders relevant, wenn keine Sachbeweise vorliegen, und man sich ausschließlich auf Aussagen von Zeugen oder Beschuldigten verlassen muss. Auch unsere eigenen Experimente zeigen durchgängig, dass es meist schwer ist, Wahrheit und Lüge korrekt zu erkennen. Dies liegt daran, dass die Unterschiede zwischen Wahrheit und Lüge hinsichtlich verbaler, nonverbaler und paraverbaler Art subtil sind und individuell variieren. Menschen, die lügen, zeigen nicht unbedingt spezifische Merkmale, die sie verraten könnten. Letztendlich gibt es keine klaren Kriterien, mit denen man sicher zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden kann. Allerdings gibt es Merkmale, mit denen wahre und gelogene Aussagen mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit voneinander unterscheidbar sind. Zur Erfassung von solchen Merkmalen sind strukturierte Vernehmungsmethoden ein wichtiges Hilfsmittel.
322 Seiten
34,90 €

Inhalt

Inhalt:



Vorwort



1 Einführung


1.1 Relevanz

1.2 Zielsetzung

1.3 Vorgehensweise



2 Historische Entwicklung

2.1 Wissenschaftliche Anfänge der Wahrheitsfindung

2.2 Genauigkeit der Aussage – Irrtum und Vernehmung

2.3 Vom Laborexperiment hin zu Einzelfällen

2.4 Verbale Glaubhaftigkeitsmerkmale und Lügengefühl

2.5 Merkmalsorientierte Aussagenanalyse

2.6 Realitätsüberwachungskriterien

2.7 Tatsachenfeststellung

2.8 Nonverbale Merkmale



3 Aussagenbewertung

3.1 Exkurs: Polygraph

3.2 Lügenstereotype

3.3 Lügenmerkmale

3.4 Glaubhaftigkeitsmerkmale

3.5 Basisaussageverhalten

3.6 Aussagenprotokollierung



4 Eigene Experimente – Übersicht



5 Basisaussageverhalten – Aussagebedingungen


5.1 Einleitung

5.2 Methode

5.3 Ergebnisse

5.4 Diskussion



6 Basisaussageverhalten – Diebstahlexperiment

6.1 Einleitung

6.2 Methode

6.3 Ergebnisse

6.4 Diskussion



7 Strukturierte Vernehmung

7.1 Einleitung

7.2 Methode

7.3 Ergebnisse

7.4 Diskussion



8 Lügen und nonverbale Merkmale – ein Mythos

8.1 Einleitung

8.2 Methode

8.3 Ergebnisse

8.4 Diskussion



9 Glaubhaftigkeitsmerkmale und nonverbale Merkmale

9.1 Einleitung

9.2 Methode

9.3 Ergebnisse

9.4 Diskussion



10 Dissimulation und Aggravation (Watolla & Hermanutz)

10.1 Einleitung

10.2 Methoden

10.3 Ergebnisse

10.4 Diskussion



11 Text-Ton-Video – Pilotexperimente

11.1 Einleitung

11.2 Methoden

11.3 Ergebnisse

11.4 Diskussion



12 Text-Ton-Video – Hauptexperiment

12.1 Einleitung

12.2 Methoden

12.3 Ergebnisse

12.4 Diskussion



13 Verhör

13.1 Einleitung

13.2 Methode

13.3 Ergebnis

13.4 Diskussion



14 Trainierbarkeit



15 Diskussion


15.1 Fazit

15.2 Grenzen

15.3 Ausblick



Literatur



Anhang



Michael Schwarz

Konstruktion eines Persönlichkeitsinventars für Patienten des Maßregelvollzugs gemäß § 64 StGB

ISBN 978-3-86676-546-7
Schriftenreihe der Gesellschaft für Kriminologie, Polizei und Recht e.V., Band 9

Das deutsche Strafgesetzbuch sieht in § 64 StGB die Unterbringung von substanzabhängigen Straftätern in forensischen Entzugskliniken als Maßregel der Besserung und Sicherung vor. Die Patienten dieser Einrichtungen des Maßregelvollzugs (MRV) durchlaufen eine mehrjährige Sucht- und Kriminaltherapie mit dem Ziel der dauerhaften Abstinenz und Straffreiheit. Bei der Therapieplanung und -durchführung ist eine gute Kenntnis der Persönlichkeit und Einstellungen eines Patienten von großer Wichtigkeit für das behandelnde Klinikpersonal. Zur standardisierten Erfassung individueller Patientenmerkmale werden im Rahmen einer umfassenden medizinisch-psychologischen Aufnahmediagnostik Persönlichkeitsfragebögen (sog. Selbstbeurteilungsinventare) eingesetzt. Diese sind nach wissenschaftlich fundierten, testtheoretischen Kriterien konstruiert und ermöglichen eine ökonomische Messung von Eigenschaften und Einstellungen. Während im deutschen Sprachraum mehrere Selbstbeurteilungsinventare für die Normalpopulation, für Inhaftierte in Justizvollzugsanstalten und zur Diagnostik eng umschriebener, forensisch relevanter Konstrukte (z.B. Aggressivität) existieren, liegt bislang kein Persönlichkeitsfragebogen vor, der an und für Patienten des MRV gem. § 64 StGB entwickelt wurde.

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Konzeption und erste Evaluation eines derartigen Fragebogens. Das Instrument soll latente Merkmale und Einstellungen aus drei Bereichen abbilden, die bei der Therapieplanung und -durchführung im MRV gem. § 64 StGB von Bedeutung sind: (a) personeninterne Grundlagen zur Durchführung einer MRV-Therapie, (b) Stellung von Delinquenz und Sucht im Leben eines Patienten und (c) forensisch relevante Persönlichkeitsaspekte einschl. sozialer Erwünschtheitstendenz. Der erstgenannte Bereich wurde als Therapiegrundlagenbereich (TGB), der zweite Bereich als Delinquenz- und Suchtbereich (DSB), der dritte Bereich als Persönlichkeits- und Kontrollbereich (PKB) bezeichnet. Jeder Bereich umfasst drei Konstrukte (Primärdimensionen), die den jeweiligen Bereichsschwerpunkt repräsentieren.
180 Seiten
22,80 €

Inhalt

Inhalt:



1. Allgemeine Einleitung

1.1 Der Maßregelvollzug gem. § 64 StGB im deutschen Rechtssystem

1.2 Persönlichkeitsdiagnostik bei Patienten des MRV gem. § 64 StGB

1.3 Testplanung und Konstruktionsstrategie

1.4 Ort der Testentwicklung



2. Vorstudie: Konstruktidentifikation durch Experteneinschätzungen

2.1 Einleitung

2.2 Methode

2.2.1 Stichprobenbeschreibung

2.2.2 Ablauf der Untersuchung

2.2.3 Statistische Auswertung

2.3 Ergebnis

2.4 Diskussion



3. Konstruktauswahl



4. Hauptstudie: Entwurf, Erprobung und Analyse eines Persönlichkeitsinventars für Patienten des MRV gem. § 64 StGB

4.1 Vorbemerkung

4.2 Einleitung: Konstruktexplikation und Itemauswahl

4.2.1 Vertrauen in die Mitarbeiter der Maßregelvollzugseinrichtung

4.2.2 Mitarbeits- und Kooperationsbereitschaft

4.2.3 Leidensdruck

4.2.4 Delinquenzhabitualisierung

4.2.5 Substanzaffirmation

4.2.6 Verantwortungs- und Schuldabwehr

4.2.7 Impulsive Destruktivität

4.2.8 Interpersoneller Machiavellismus

4.2.9 Ehrliche Beantwortung

4.3 Methode

4.3.1 Stichprobenbeschreibung

4.3.2 Beschreibung des Fragebogenentwurfs

4.3.3 Ablauf der Untersuchung

4.3.4 Ethische Aspekte

4.3.5 Statistische Methoden

4.4 Ergebnisse und iterative Itemauswahl

4.4.1 Vorbereitung der Daten

4.4.2 Vertrauen in die Mitarbeiter der Maßregelvollzugseinrichtung

4.4.3 Mitarbeits- und Kooperationsbereitschaft

4.4.4 Leidensdruck

4.4.5 Delinquenzhabitualisierung

4.4.6 Exemplarische Validierung der Primärskala DH

4.4.7 Substanzaffirmation

4.4.8 Verantwortungs- und Schuldabwehr

4.4.9 Impulsive Destruktivität

4.4.10 Interpersoneller Machiavellismus

4.4.11 Ehrliche Beantwortung

4.4.12 Skalen-Interkorrelationen

4.5 Diskussion



Literaturverzeichnis



Anhang



Rolf Ritsert und Antonio Vera (Hrsg.)

Die Polizei als kultursensible Organisation Ausgewählte Studien zur Fehlerkultur, zur interkulturellen Kompetenz und zum Organisationskulturwandel in der Polizei

ISBN 978-3-86676-547-4
Polizeiwissenschaft in Theorie und Empirie, Band 10

Kultursensible Organisationen setzen sich umfassend und proaktiv mit den für sie relevanten kulturellen Phänomenen auseinander und lassen die dabei gewonnenen Erkenntnisse in ihre Organisationsstrukturen und -prozessen, aber auch in ihre Organisations- und Führungskultur einfließen. Dass eine gewisse Kultursensibilität mittlerweile in den deutschen Polizeien des Bundes und der Länder vorhanden ist, belegen nicht zuletzt die drei in diesem Band enthaltenen, von Polizeibeamten erstellten Studien, die sich mit Themenfeldern Fehlerkultur, interkulturelle Kompetenz und Organisationskultur beschäftigen. Gleichwohl steht sicherlich außer Frage, dass der Weg der deutschen Polizei zu einer kultursensiblen Organisation noch lang ist.
172 Seiten
22,90 €

Inhalt

Inhalt:



Vorwort: Die Polizei als kultursensible Organisation

von Antonio Vera und Rolf Ritsert



Fehlerkultur innerhalb der Polizei: Rekonstruktion von Führungspraktiken

von Dörte Andersson



Die Vermittlung interkultureller Kompetenz in der Polizeiausbildung: Eine empirische Analyse bei bayerischen Polizeibeamten

von Peter Kreuzer und Antonio Vera



Organisationskultur(-wandel) im Bundesgrenzschutz 1951–1973: Eine Untersuchung kollektiver Werte- und Deutungsmuster am Gegenstand der Zeitschriften „Die Parole“ und „Der Grenzjäger“

von Matthias Krüger



Andreas Blume

Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen

ISBN 978-3-86676-538-2
Analysen zu Sicherheitsfragen, Band 7

Innovative Unternehmen werden durch Spionage bedroht: Was innovative Unternehmen besser können, weckt Begehrlichkeiten bei anderen Akteuren – staatlichen wie privaten. Viele Unternehmen tendieren nach wie vor dazu, Anti-Spionageprogramme vor allen Dingen auf externe Angriffe auszurichten. Die Realität zeigt jedoch, dass statistisch gesehen in rund jedem zweiten Spionagefall ein Innentäter beteiligt ist. Dabei sind die Möglichkeiten, unbemerkt von innen heraus gegen ein Unternehmen zu agieren vielfältig und haben das Potenzial, ein systemisches Problem für das angegriffene Unternehmen zu werden. Mit diesem Buch soll phänomenologisches Licht ins Dunkelfeld der Innentäterspionage gebracht werden. Es wird dargestellt, wie Mitarbeiter zum Innentäterspion werden können. Auf Basis dieser Erkenntnisse, vielfältiger praktischer Erfahrungen des Autors wird aus Corporate-Security-Sicht ein ganzheitliches, integriertes Konzept zur präventiven und reaktiven Abwehr von Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen entwickelt und vorgestellt. Da auf einzelne Bausteine des Schutzkonzeptes konkret eingegangen wird, richtet sich das Buch sowohl an das leitende Management von innovativen Unternehmen als auch an Security-Verantwortliche, die einen nachhaltigen Beitrag zur Unternehmenssicherung leisten möchten. Zudem ist das Buch ein Anstoß, das Thema Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen auch wissenschaftlich aufzubereiten.
160 Seiten
29,90 €

Inhalt

Inhalt 


Vorwort 

Kurzfassung 

1 Einführung 
1.1 Der Gegenstand dieser Arbeit 
1.2 Struktur und Vorgehensweise 
1.3 Methodischer Bezugsrahmen 
1.3.1 Deliktsanalyse der Deutschen Hochschule für Polizei 
1.3.2 Der Betrugsdiamant 
1.3.3 Situative Kriminalprävention 
1.4 Relevanz 

2 Innentäterspionage – Phänomenologie 
2.1 Materiell-rechtliche Einordnung 
2.2 Innentäterspionage als Teil von Wirtschaftskriminalität 
2.3 Strukturdaten 
2.3.1 Hellfeld 
2.3.2 Dunkelfeld 
2.3.3 Deutsche Unternehmen 
2.3.4 Täter 
2.3.5 Schäden 
2.4 Innentäter versus Außentäter 
2.5 Erscheinungsformen 
2.5.1 Selbstnutzer 
2.5.2 Selbstanbieter
2.5.3 Tippgeber 
2.5.4 Quelle im Objekt – eingeschleust 
2.5.5 Quelle im Objekt – angeworben 
2.6 Ableitungen für ein Schutzkonzept 

3 Ätiologie – die Motivation zur Innentäterspionage 
3.1 Person 
3.1.1 Motive 
3.1.2 Persönlichkeit 
3.1.3 Rechtfertigungen 
3.2 Situation: Anreize und Gelegenheiten 
3.2.1 Informationszugänge 
 3.2.2 Abnehmer 
3.2.3 Informationstransfer 

4 Intervention – den Betrugsdiamanten durchbrechen 
4.1 Risikofaktoren schwächen 
4.2 Auftragsklärung 
4.3 Prävention 
4.3.1 Risikobeurteilung 
4.3.2 Informationsklassifizierung 
4.3.3 Personalauswahl 
4.3.4 Personalfreisetzung 
4.3.5 Geschäfts- und Kooperationspartner 
4.3.6 Security-Kultur 
4.3.7 Führungsverhalten 
4.3.8 Informationstechnik 
4.3.9 Physische Sicherheit 
4.4 Reaktion 
4.4.1 Unterstützung in persönlichen Notlagen 
4.4.2 Detektion kritischer Indikatoren 
4.4.3 Meldewege und interne Ermittlungen 
4.4.4 Sanktionen 
4.4.5 Regelmäßige Anpassung 

5 Fazit 

 6 Literatur





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