Bernhard Frevel & Peter Schmidt (Hrsg.)

Empirische Polizeiforschung XXII Demokratie und Menschenrechte Herausforderungen für und an die polizeiliche Bildungsarbeit

ISBN 978-3-86676-573-3
223 Seiten
22,90 €

Inhalt

Inhalt:



Editorial: Demokratie und Menschenrechte – Herausforderungen an und für die polizeiliche Bildungsarbeit

Bernhard Frevel



Grundlagen und Orientierungen



Politische Bildung und Polizei – Ein Werkstattbericht zum gleichnamigen Forschungs- und Entwicklungsprojekt

Bernhard Frevel



Die Friedens- und Konfliktforschung als Grundlage einer bürgerorientierten und friedensstiftenden Handlungskompetenz der Polizei

Norbert Kueß



Kritisches Denken und professionelle Polizeiarbeit – Gedanken zur Weiterentwicklung der politischen Bildung in der Polizei

Jochen Christe-Zeyse



Themen und Anwendungsbereiche



Wirkungsvolle Menschenrechtsbildung in der Polizei. Realität oder Illusion mit Feigenblattcharakter?

Günter Schicht



Freiheitsentziehung – Werden die Menschenrechte mit den Effekten abgegeben?

Christina Hof



Polizei und Konzentrationslager – Studientage für angehende Polizist/innen

Julius Scharnetzky



Mehr gelernt als geplant? Versteckte Lehrpläne im Einsatztraining

Mario Staller, Swen Körner, Valentina Heil und André Kecke



Betzavta (Miteinander) – Mehr als eine Demokratie. Einbindung eines Demokratielernprogramms in die polizeiliche Aus- und Fortbildung

Peter Faesel



Didaktische Herausforderungen



Menschenrechtsbildung und Toleranz gegenüber Ambiguität Zur Kooperation der HWR Berlin mit Amnesty International

Hartmut Aden und Alexander Bosch



Menschenrechte als Herausforderung für die Fachgruppe Ethik an der FHöV NRW

Michael Borowski



Politische Bildung und Emotionen

Lena Lehmann



Serdar Can

Herausforderungen von interkulturellen polizeilichen Vernehmungen am Beispiel türkeistämmiger Auskunftspersonen

ISBN 978-3-86676-572-6
Die polizeiliche Vernehmung wird im Jargon der Ermittler als „Königsdisziplin“ bezeichnet. So müssen die von ihrem Berufsethos geleiteten Ermittlungsbeamten mit einem kommunikativ-taktischen Geschick insbesondere ein günstiges Kommunikationsklima schaffen, dass die Auskunftspersonen zu einer gerichtsverwertbaren Aussage veranlasst. Denn Vernehmungsarbeit ist Beziehungsarbeit wie die Autoren Mohr, Schimpel und Schröer in einem veröffentlichten Lehr- und Studienbrief illustrieren. Demgegenüber sind vor allem beschuldigte Auskunftspersonen im Strafverfahren mit zahlreichen Rechten ausgestattet, die ihnen gegenüber den vernehmenden Polizeibeamten eine strukturelle Aushandlungsdominanz erlaubt. In einer multikulturell zusammengesetzten Gesellschaft wie in Deutschland stehen Polizeibeamte in diesem Zusammenhang vor einer noch herausfordernden Ausgangslage. Sie begegnen bei ihren Ermittlungen nicht selten potenziellen Auskunftspersonen mit den unterschiedlichsten herkunftskulturellen Orientierungen, die sie zu einer Aussage bewegen wollen. Hierbei erschweren gegenseitige negative Stereotypen und Erwartungshaltungen sowie divergierende herkunftskulturelle Kommunikationsstile die Ermittlungsarbeit. Herr Kriminaldirektor Maerkert vom Bund Deutscher Kriminalbeamter verdeutlicht diese Herausforderung mit dem Hinweis, dass eine kooperationshemmende Grundhaltung von nichtdeutschen Auskunftspersonen in ein mutmaßlich geringeres Anklage- oder Verurteilungsrisiko münden kann.

Die heraufordernde Thematik der interkulturellen polizeilichen Vernehmung hat der Autor, selbst Polizeibeamter, als Studierender im berufsbegleitenden Masterstudiengang „Kriminologie, Kriminalistik und Polizeiwissenschaft“ an der juristischen Fakultät der Ruhruniversität Bochum im Rahmen seiner Masterarbeit (am Beispiel der Türkeistämmigen Untersuchungsgruppe) aufgegriffen und mit einer eigenen empirischen Erhebung wissenschaftlich beleuchtet. Neben der Darstellung des Phänomens einer zur Bezugsgruppe der Deutschstämmigen Auskunftspersonen vergleichsweise geringeren Kommunikations- und Kooperationsbereitschaft der Türkeistämmigen werden mögliche das Phänomen begünstigende Ursachen vorgestellt. Anschließend sind in der Arbeit praktische Handlungsempfehlungen für die interkulturelle polizeiliche Vernehmungskommunikation formuliert.
210 Seiten
24,90 €

Inhalt

Inhalt:



1 Einleitung

1.1 Untersuchungsgegenstand und Zielsetzung

1.2 Aufbau und Methodik der Arbeit



2 Die polizeiliche Vernehmung

2.1 Kommunikationstheoretische Aspekte

2.2 Begriffsbestimmung und Aufbau einer Vernehmung

2.3 Rechtliche Grundlagen

2.4 (Sozial)psychologische Grundlagen

2.5 Der Einfluss von Kultur



3 Die T̈ürkeistämmigen in Deutschland

3.1 Vom „Gastarbeiter“ zu Migranten

3.2 Heterogenität und sozialstrukturelle Merkmale

3.3 Herkunftskulturelle Orientierungen

3.3.1 Wertesystem und Normen

3.3.2 Ausprägung nach Hofstedes Kulturdimensionen

3.3.3 Verbale und nonverbale Kommunikation



4 Die fragile Interaktion mit dem „Fremden“

4.1 Das Verhältnis zwischen Polizei und „Fremden“

4.1.1 Kriminologisch-kriminalistische Diskurse

4.2 Bisherige Forschungen zum Untersuchungsgegenstand

4.2.1 Der interkulturelle Kommunikationskonflikt

4.2.2 Andere wissenschaftliche Arbeiten

4.3 Kursorischer Überblick über Ursachenfaktoren



5 Forschungsmethode

5.1 Vorüberlegungen

5.2 Experteninterviews als Erhebungsinstrument

5.2.1 Die befragten Experten

5.2.2 Problemzentriertes, (leitfadengestütztes) Interview

5.2.3 Transkription der Interviews

5.3 Datenauswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse

5.4 Gütekriterien



6 Darstellung der Ergebnisse

6.1 Das Phänomen der fragilen Vernehmungskommunikation

6.1.1 Die Kommunikationsmuster des Phänomens

6.2 Ursachenfaktoren und Erklärungsansätze

6.2.1 Sozialpsychologische Faktoren

6.2.1.1 Divergierender Habitus als Beziehungsblockade

6.2.1.2 Gegenseitige Vorbehalte und negative Stereotypen

6.2.2 Subkulturelle Faktoren

6.2.2.1 Polizeikultur bzw. „Cop Culture“

6.2.2.2 Die Figur des „marginal man“

6.2.3 Migrationsspezifische Faktoren

6.2.3.1 Geringere Loyalitätsbindung zur fremden Polizei

6.2.3.2 Hybride Identitätsform

6.2.3.3 Randständigkeit und Ausgrenzungserfahrungen

6.2.4 Kultur- und erziehungsspezifische Faktoren

6.2.4.1 Tradiertes Polizeibild und Erziehung im Widerspruch

6.2.4.2 Das christliche Schuld- und Vergebungsdispositiv

6.2.4.3 Gesichtswahrung und Kommunikationsstil

6.2.4.4 Polizei als Konfliktstörer

6.2.4.5 Geringere Autoritätshörigkeit gegenüber der Polizei

6.2.4.6 Kollektivkultur begünstigt Konfliktfähigkeit

6.3 Kritische Bewertung und Diskussion der Ergebnisse

6.3.1 Das Phänomen und seine Kommunikationsmuster

6.3.2 Ursachenfaktoren

6.3.2.1 Sozialpsychologische Faktoren

6.3.2.2 Kultur- und erziehungsspezifische Faktoren

6.3.2.3 Subkulturelle Faktoren

6.3.2.4 Migrationsspezifische Faktoren

6.4 Handlungsempfehlungen für Vernehmer

6.4.1 Vorbereitung

6.4.2 Kontaktphase

6.4.3 Belehrung

6.4.4 Vernehmung zur Sache



7 Fazit und Ausblick



Philippe Müller

Polizisten oder „Polizeisoldaten“ Planung und Einsatz der Ordnungspolizei während des Dritten Reiches

ISBN 978-3-86676-567-2
War die deutsche Ordnungspolizei noch vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auch als Truppe für das infanteristische Gefecht geplant? Wie sahen dann die tatsächlichen Einsätze während des Krieges aus und können die Ordnungspolizisten im besetzten Europa und der Sowjetunion noch als normale Gesetzeshüter angesehen werden?

Bisher wurde der Einsatz der deutschen Polizeieinheiten in den besetzten Gebieten vor allem im Zusammenhang mit Massenerschiessungen und meist auf die Jahre 1941 und 1942 beschränkt betrachtet. Mit dem Fortschreiten der Kampfhandlungen verschoben sich die Aufträge allerdings klar in Richtung von militärischen Einsätzen gegen Partisanen und sogar reguläre feindliche Truppen.

Die vorliegende Arbeit versteht sich als Beitrag zur Nachvollziehung der theoretischen Einsatzplanung der Ordnungspolizei vor und während des Krieges und des praktischen Einsatzes von Polizeieinheiten und –verbänden. Die ausgewerteten Quellen veranschaulichen zudem eine starke Auswirkung der Gefechtserfahrungen auf Organisationsstrukturen und Ausbildungsrichtlinien.
374 Seiten
26,90 €

Inhalt

Inhalt:



EINLEITUNG

ZIELSETZUNG UND FRAGESTELLUNG

Zielsetzung

Fragestellung


FORSCHUNGSSTAND

Zeitgenössische Literatur

Nachkriegszeit bis zur Jahrtausendwende


Aktuelle Forschung


Die Ordnungspolizei im Partisanenkrieg in der Sowjetunion und in Ost bzw. Südosteuropa


METHODEN, TERMINOLOGIE UND AUFBAU DER ARBEIT

Methoden

Terminologie


Aufbau der Arbeit




TEIL 1: REFERENZRAHMEN I: DIE DEUTSCHE ORDNUNGSPOLIZEI VOR UND WÄHREND DES KRIEGES

DIE ORDNUNGSPOLIZEI VOR DEM KRIEG

Die Ordnungspolizei vor, während und kurz nach der Machtübernahme 1933

Zentralisierung und Militarisierung der Polizei


Aufgaben der Ordnungspolizei vor dem Krieg


DIE ORDNUNGSPOLIZEI UND DIE WEHRMACHT

Abgabe von Ordnungspolizisten an die Wehrmacht für den Kriegseinsatz

DIE ORDNUNGSPOLIZEI UND DIE SS

Stellung SS im Vergleich zur Ordnungspolizei bis 1936

Sondergerichtsbarkeit für Angehörige der SS und der Ordnungspolizei 1939


„Verreichlichung“ und Bildung der „Reichstruppe“ 1935-1942


LEBENSHALTUNGSVERGLEICHE ZWISCHEN DER ORDNUNGSPOLIZEI UND DER WEHRMACHT BZW. SS ZWISCHEN 1935 UND 1939

AUSBILDUNG IN DER ORDNUNGSPOLIZEI

Ausbildung der Offiziere im Jahr 1937

Ausbildung der Wachtmeister und Meister im Jahr 1937


Richtlinien für die Ausbildung der Polizeibataillone im Jahr 1940


Schulung der Polizeireservisten im Jahr 1940


Weltanschauliche Schulung in der Orpo 1940


Weltanschauliche Schulung in der Orpo 1941


Richtlinien für die Gefechtsausbildung geschlossener Einheiten der Ordnungspolizei 1942


Erfahrungen aus Partisanenbekämpfung in der Ausbildung der Ordnungspolizei


Offiziersausbildung während des Krieges 1942


Gefechtsausbildung und „weltanschauliche Schulung“ in der Orpo 1942-1944


REGELUNGEN ZU AUFBAU UND AUFGABEN DER ORDNUNGSPOLIZEI IM KRIEGSEINSATZ

Bildung der SS-Polizeidivision

Aufbau und Aufgaben der Ordnungspolizei im Kriegseinsatz 1940

Aufbau und Aufgaben der Ordnungspolizei im Kriegseinsatz 1941


Aufbau und Aufgaben der Ordnungspolizei im Kriegseinsatz 1942


Aufbau und Aufgaben der Ordnungspolizei im Kriegseinsatz 1943


Polizei-Dienstvorschrift PDV 41 von 1943




TEIL 2: REFERENZRAHMEN II: DAS POLIZEIBATAILLON 322

AUSBILDUNGSBATAILLON WIEN-KAGRAN

AUSGANGSLAGE RUSSLAND: DEUTSCHE BESATZUNG IN DER UDSSR

Fokus Judenvernichtung

POLIZEIBATAILLON 322 BZW. III. BATAILLON DES POLIZEIREGIMENTS MITTE

Aufstellung

Einsätze in Weissrussland, Polen und Slowenien 1941 und 1942


AUSGANGSLAGE SÜDOSTEUROPA: DER PARTISANENKRIEG IN JUGOSLAWIEN

Fokus Einsätze gegen Partisanengruppierungen

II. BATAILLON DES POLIZEIREGIMENTS 5 BZW. II. BATAILLON DES SS-POLIZEIREGIMENTS 5

Aufstellung

Einsätze in Jugoslawien 1942 bis 1944




TEIL 3: SCHLUSS

SYNTHESEN

Die Organisation der Ordnungspolizei vor dem Krieg

Ausbildung in der Ordnungspolizei vor und während des Krieges


Der geplante und tatsächliche militärische Einsatz der Ordnungspolizei


Zusammenarbeit mit den Sicherungstruppen der Wehrmacht und SSStellen während des Krieges in Weissrussland und Jugoslawien mit dem Fokus auf das Polizeibataillon 322


WEITERFÜHRENDE FORSCHUNG UND DESIDERATA



ANHANG



Martin H. W. Möllers / Robert Chr. van Ooyen (Hrsg.)

Jahrbuch Öffentliche Sicherheit 2018/2019

ISBN 978-3-86676-570-2
658 Seiten
59,90 €

Inhalt

Inhalt:



Essay



Rüdiger Voigt

Arcana Imperii – Das Staatsgeheimnis als Instrument der Politik



Verfassungsfeindlichkeit der AFD?



Armin Pfahl-Traughber


Ist die ,Alternative für Deutschland‘ eine rechtsextremistische Partei? – Eine Erörterung aus politikwissenschaftlicher Perspektive



Astrid Bötticher / Christoph Kopke / Alexander Lorenz

Ist die Alternative für Deutschland (AfD) eine verfassungsfeindliche Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden sollte?



Neue Polizeigesetze und Ausweitung der Befugnisse



Juliane Hundert / Valentin Lippmann

Das neue sächsische Polizeirecht – ein Angriff auf die Freiheitsrechte



Martin H. W. Möllers

Die Umsetzung des neuen Gefahrenbegriffs ,drohende Gefahr‘ im Bayerischen Polizeiaufgabengesetz nach dem Urteil des BVerfG zum BKA-Gesetz



Wissenschaftliche Dienste Deutscher Bundestag

Ausweitung polizeilicher Befugnisse in Deutschland und Europa



Zukunft der deutschen Sicherheitsarchitektur



Jan-Hendrik Dietrich

Ansätze zur Reform des Rechts der Nachrichtendienste



Ino Augsberg

Vernachrichtendienstlichung der Polizei? – Verfassungsrechtliche Grenzen der Verlagerung polizeilicher Tätigkeit in das Gefahrenvorfeld



Matthias Jahn

Strafprozessuale Perspektiven auf eine ausgewogene Sicherheitsarchitektur: Zehn Thesen



Jens Puschke

Sicherheitsarchitektur in der Sicherheitsgesellschaft – Entwicklung, Bewertung und rechtspolitische Herausforderungen



Extremismus/Radikalismus



Udo Baron

Autonome Militanz und G-20 Gipfel



Monika Schwarz-Friesel

Antisemitismus 2.0 und die Netzkultur des Hasses – Judenfeindschaft als kulturelle Konstante und kollektiver Gefühlswert im digitalen Zeitalter (Kurzfassung)



Stefan Goertz

Eine Analyse der Phänomenbereiche Rechtsextremismus sowie ,Reichsbürger‘ und ,Selbstverwalter‘ – Radikalisierungsforschung und aktuelle Entwicklungstendenzen



Armin Pfahl-Traughber

Beiträge der intellektuellen Neuen Rechten zum politischen ,Rechtsruck‘ – Das ,Institut für Staatspolitik‘, die ,Sezession‘ und ihr Umfeld



Maximilian Kreter

Zwischen Ideologie, Geschäft und Subkultur – die Rechtsrockszene in Sachsen



Christoph Kopke

Unpolitische Amoktat, rechtsterroristisches Attentat, Hasskriminalität? Zur Frage und Diskussion der Bewertung des mehrfachen Mordes des David S. am Münchener Olympia Einkaufszentrum im Juli 2016



Carsten Müller

Terrorismus und das Problem der Begrifflichkeit



Öffentliche Sicherheit in Deutschland I : ,wehrhafte Demokratie ‘



Deutscher Bundestag, 18. Wahlperiode

Beschlussempfehlung und Bericht des 3. [NSU-]Untersuchungsausschusses nach Artikel 44 des Grundgesetzes – Sondervoten der Fraktionen



Bundesverfassungsgericht

Leitsätze der Entscheidung des BVerfG zum zweiten NPD-Verbotsverfahren



Robert Chr. van Ooyen

Rechtspolitik durch verfassungsgerichtliche Maßstabsverschiebung: Die ,neue‘ Definition der freiheitlichen demokratischen Grundordnung im NPD II-Urteil



Stefan Brieger

Vereinsverbote in den deutschen Ländern – Effizienz und Angemessenheit im Praxistest am Fallbeispiel Brandenburgs



Bundesverfassungsgericht

BVerfGE zu 3 Vereinsverboten vom 13. Juli 2018 (Hamas-Unterstützung – Neonazi Gefangenenhilfe – Rockergruppe Hells Angels)



Öffentliche Sicherheit in Deutschland II : insbesondere Polizei



Rafael Behr

Ein neuer Rigorismus? Zwölf Thesen zur Rolle der Polizei während der Ereignisse um den G20-Gipfel



Martin H. W. Möllers

Was sind eigentlich sog. ,Widerstandsbeamte‘? – Erläuterungen zu einem kriminologischen Begriff



Tim Schlun

Die Strafverfolgung von polizeilicher Gewalt durch Polizei und Staatsanwaltschaften



Irina van Ooyen

Die Problematik von Racial Profiling bei der Bundespolizei



Robert Chr. van Ooyen

Polizei und Fremde – zu einem (ver)störenden Thema im Spiegel neuerer Literatur



Philipp Buchallik / Benjamin Behschnitt

Die Zentrale Beschwerdestelle der sächsischen Polizei im Kontext des polizeilichen Beschwerdemanagements der anderen Länder



Lisa Morhardt

Das Erstarken kommunaler Sicherheitsakteure am Beispiel der Stadtpolizei Frankfurt am Main



Irina van Ooyen

Community Policing in Deutschland und die politische Theorie des Kommunitarismus



Manfred Reuter

Vorsitzende deutscher Polizeigewerkschaften und ihre politischen Verflechtungen



Robert Chr. van Ooyen

Die Geschichte der Bundes(grenzschutz)polizei aus organisationssoziologischer und rechtspolitischer Sicht sowie das föderale Problem ausufernder Unterstützungseinsätze



Marius Mayer

Polizeikostenabwälzung bei Fußball-Risikospielen – ein Blick auf die gebührenrechtliche Zurechnung



Bundesverfassungsgericht

Stadionverbot – zur Ausstrahlungswirkung des allgemeinen Gleichheitssatzes in das Zivilrecht – Beschluss vom 11. April 2018 - 1 BvR 3080/09



Bundesverfassungsgericht

Entscheidung zum Gesetzes- und Richtervorbehalt bei Freiheitsentziehung in psychiatrischen Krankenhäusern – Leitsätze zum Urteil des Zweiten Senats vom 24. Juli 2018: 2 BvR 309/15 und 2 BvR 502/16



Helen Behn

Ein Delikt ohne Hellfeld: Fünf Jahre ,Verstümmelung weiblicher Genitalien‘ (§ 226a StGB)



Europäische und Internationale Sicherheit



Gerichtshof der Europäischen Union

EuGH-Urteil zur ,Schleierfahndung‘ der Bundespolizei



Jan Muszyński

Überwachungsrecht in Polen. Eine Bedrohung für die Freiheit?



Matthias Lemke

719 Tage – Frankreich von der Normalität zur Ausnahme – und zurück?



Evin Merve Jakob / Andreas Gorzewski

Religiöse Dienstleistung und türkischer Patriotismus – Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib)



Thomas Beck

Die Fortentwicklung der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU (GSVP)



Dirk Freudenberg


Hybride Bedrohungen, Zivilschutz und die Strategischen Fälle



Florian Sax

Verfassungsrechtliche Hürden für die Piratenjagd durch deutsche Soldaten



Susanne Fischer

Weder bürgernahe Soldaten noch bewaffnete Entwicklungshelfer: Polizeien in vernetzten Ansätzen der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik



Daniel Burchardt

Corruption in Afghanistan



Rosalie Möllers

Der (missverstandene) Globale Pakt für eine sichere, geordnete und reguläre Migration und der politische Umgang mit ihm



Verzeichnis der Autorinnen und Autoren



Holger Neumann

Handbuch Polizeiliche Identitätsprüfung auf der Basis vorgelegter Personaldokumente Arabisch

ISBN 978-3-86676-569-6
Das hier vorliegende Handbuch - Polizeiliche Identitätsprüfung - richtet sich vor allem an Bedienstete von Polizei, Justiz und Zoll sowie an Mitarbeiter privater Sicherheitsdienste, die Personen auf der Basis von vorgelegten Ausweispapieren identifizieren müssen.

Das Material erläutert wesentliche Grundlagenbegriffe der polizeilichen Personenidentifizierung, präsentiert eine strukturierte Anleitung zur Durchführung der Identitätsprüfung und stellt die notwendige Auswahl von klar definierten Merkmalen des Äußeren von Personen zur Verfügung. Diese Merkmale werden in einer einheitlichen Terminologie zusammengefasst und sind durch erklärende Grafiken von Otto Haikenwälder unterlegt.

Weiterhin wird die Abarbeitung von Zweifeln an der Identität von Personen und der Komplex möglicher technischer und biologischer Störfaktoren beim Bild – Bild Vergleich behandelt.
110 Seiten
22,90 €

Inhalt



Andreas Blume

Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen

ISBN 978-3-86676-538-2
Analysen zu Sicherheitsfragen, Band 7

Innovative Unternehmen werden durch Spionage bedroht: Was innovative Unternehmen besser können, weckt Begehrlichkeiten bei anderen Akteuren – staatlichen wie privaten. Viele Unternehmen tendieren nach wie vor dazu, Anti-Spionageprogramme vor allen Dingen auf externe Angriffe auszurichten. Die Realität zeigt jedoch, dass statistisch gesehen in rund jedem zweiten Spionagefall ein Innentäter beteiligt ist. Dabei sind die Möglichkeiten, unbemerkt von innen heraus gegen ein Unternehmen zu agieren vielfältig und haben das Potenzial, ein systemisches Problem für das angegriffene Unternehmen zu werden. Mit diesem Buch soll phänomenologisches Licht ins Dunkelfeld der Innentäterspionage gebracht werden. Es wird dargestellt, wie Mitarbeiter zum Innentäterspion werden können. Auf Basis dieser Erkenntnisse, vielfältiger praktischer Erfahrungen des Autors wird aus Corporate-Security-Sicht ein ganzheitliches, integriertes Konzept zur präventiven und reaktiven Abwehr von Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen entwickelt und vorgestellt. Da auf einzelne Bausteine des Schutzkonzeptes konkret eingegangen wird, richtet sich das Buch sowohl an das leitende Management von innovativen Unternehmen als auch an Security-Verantwortliche, die einen nachhaltigen Beitrag zur Unternehmenssicherung leisten möchten. Zudem ist das Buch ein Anstoß, das Thema Innentäterspionage in innovationsgetriebenen Großunternehmen auch wissenschaftlich aufzubereiten.
160 Seiten
29,90 €

Inhalt

Inhalt 


Vorwort 

Kurzfassung 

1 Einführung 
1.1 Der Gegenstand dieser Arbeit 
1.2 Struktur und Vorgehensweise 
1.3 Methodischer Bezugsrahmen 
1.3.1 Deliktsanalyse der Deutschen Hochschule für Polizei 
1.3.2 Der Betrugsdiamant 
1.3.3 Situative Kriminalprävention 
1.4 Relevanz 

2 Innentäterspionage – Phänomenologie 
2.1 Materiell-rechtliche Einordnung 
2.2 Innentäterspionage als Teil von Wirtschaftskriminalität 
2.3 Strukturdaten 
2.3.1 Hellfeld 
2.3.2 Dunkelfeld 
2.3.3 Deutsche Unternehmen 
2.3.4 Täter 
2.3.5 Schäden 
2.4 Innentäter versus Außentäter 
2.5 Erscheinungsformen 
2.5.1 Selbstnutzer 
2.5.2 Selbstanbieter
2.5.3 Tippgeber 
2.5.4 Quelle im Objekt – eingeschleust 
2.5.5 Quelle im Objekt – angeworben 
2.6 Ableitungen für ein Schutzkonzept 

3 Ätiologie – die Motivation zur Innentäterspionage 
3.1 Person 
3.1.1 Motive 
3.1.2 Persönlichkeit 
3.1.3 Rechtfertigungen 
3.2 Situation: Anreize und Gelegenheiten 
3.2.1 Informationszugänge 
 3.2.2 Abnehmer 
3.2.3 Informationstransfer 

4 Intervention – den Betrugsdiamanten durchbrechen 
4.1 Risikofaktoren schwächen 
4.2 Auftragsklärung 
4.3 Prävention 
4.3.1 Risikobeurteilung 
4.3.2 Informationsklassifizierung 
4.3.3 Personalauswahl 
4.3.4 Personalfreisetzung 
4.3.5 Geschäfts- und Kooperationspartner 
4.3.6 Security-Kultur 
4.3.7 Führungsverhalten 
4.3.8 Informationstechnik 
4.3.9 Physische Sicherheit 
4.4 Reaktion 
4.4.1 Unterstützung in persönlichen Notlagen 
4.4.2 Detektion kritischer Indikatoren 
4.4.3 Meldewege und interne Ermittlungen 
4.4.4 Sanktionen 
4.4.5 Regelmäßige Anpassung 

5 Fazit 

 6 Literatur





Aktuelle Neuerscheinungen




Schriftenreihen